
“Viele Unternehmen versuchen immer noch, gute Mitarbeiter mit Firmenwagen, Blackberry, Boni etc. zu bestechen. Wenn diese Firmen mal die Nase in die Erkenntnisse der Glücksforschung stecken würden, müsste Ihnen schon längst klar sein, dass Mitarbeiter sich ganz andere Dinge und vor allem andere Verhaltensweisen wünschen“, schrieb mein Freund Wolff Horbach, Glückstrainer aus Köln vor wenigen Monaten auf seinem Blog Faktor-G…
Aus LOHAS Studien wissen wir natürlich recht genau, was diese anderen Dinge sein könnten. Schon vor einem Jahr kam Mathias Horx mit seinem Zukunft | Institut zu dem Ergebnis, dass moderne Manager aus dem LOHAS Umfeld altersunabhängig viel größeren Wert legen auf persönliche Lebensqualität, als auf Karriere und höhere Gehälter. Ich schrieb damals als Zusammenfassung dazu:
“Sehr reduziert geht es einfach darum, einen Paradigmenwechsel, also einen gesamtgesellschaftlichen Wertewandel zu vollziehen. So weichen Status und Prestigedenken dem Streben nach mehr Lebensqualität. Die soziale Differenzierung weicht dem individuellen Wohlergehen. Konkurrenzdenken löst das Streben nach innerem Wachstum ab. Aus der Massengesellschaft erwacht eine Gesellschaft der Individuen. Luxusgüter werden als Fetisch abgetan und ersetzt durch den Wunsch nach mehr Service- und Erlebnisqualität. Unterm Strich ist der generelle Antrieb nicht das Mehrverdienen, sondern das Bedürfnis nach mehr persönlicher Zeit und positiven Werten.”
Für den Schweizer Logotherapeuten und SinnCoach Zsolt Joanovits aus Basel, schrieb ich kürzlich das Text- und Designkonzept für seine neue Website. Aus seinen Basisunterlagen konnte ich zu dem Thema die bestätigende Hintergrundinformation gewinnen:
“Kann es sich ein Unternehmen auf Dauer leisten, mit Mitarbeitern zu arbeiten, die ihre Arbeit als nicht sinnvoll oder nicht wertvoll empfinden? Kann ein Selbstständiger erfolgreich sein, wenn er vergessen hat wofür? Wohl kaum. Sinn in der Arbeit ist nicht nur der stärkste Motivator, sondern auch Grundlage für betriebswirtschaftlichen Erfolg und die psychosoziale Gesundheit.”
Es könnte alles so einfach sein, wenn das zeitgeistige Wissen in die Köpfe und Herzen der Menschen endlich vollständig eingezogen wäre, die in diesem Lande etwas zu sagen haben.
Wertschätzung und Liebe, Sinnorientierung und Motivation durch humanistische Werte, sind keine Begriffe der Sozialromantik, sondern tatsächlich lebbar und würden uns Deutschen sicher wieder das Lächeln in die grauen Gesichter bringen. Obama machts vor!
Bleiben Sie wertschätzend: Herzlichst Ihr Det Mueller
Lohas Beitrag Bizzlounge 08/09 © muellerkonzept
