
Wir leben offenbar in einer Zeit, in der man vielen Menschen das Einfachste neu erklären muß. Ich habe gestern in einer TV Umfrage verfolgen können, dass von 20 spontan Befragten nur 2 Menschen (!) die tatsächliche Bedeutung von Ostern nennen konnten.
Deshalb gern noch mal zur Sicherheit: Heute am Karfreitag ist Jesus gestorben. An Ostersonntag ist er auferstanden. Der Osterhase und seine bunten Eier haben eigentlich damit überhaupt gar nichts zu tun!
Laut Wikipedia feierten Neuheiden Ostern als Ostara-Fest nach der altgermanischen Göttin Ostara, als deren Symbole sie Osterei und Osterhase angaben. Diese Fruchtbarkeitssymbole sind als Osterbräuche im deutschen Sprachraum jedoch erst seit dem 17. Jahrhundert belegt. Ein Hase als Ostersymbol ist in christlichen Quellen aus Südosteuropa seit der Spätantike belegt; seine Herkunft aus einem germanischen Frühlingskult ist unbelegt.
Egal ob Sie an Gott glauben oder nicht - dieser Tag ist jedenfalls ein guter Tag zum Nachdenken.
Abb.: Mathis Gothart Grünewald | Der Isenheimer Altar
Bleiben Sie wertschätzend: Herzlichst Det Mueller
Lohas Beitrag Bizzlounge #031/2009 © muellerkonzept

Sonntag, der 12. April 2009 um 23:37
Es gibt noch eine schöne Erklärung von H. Zeilinger im Forum:
http://bizzlounge.com/forum.php?read,145,3614
Dienstag, der 14. April 2009 um 13:44
Frohe Ostern oder ein strahlendes Lichtfest
Es war die Taufe während der Morgenröte, die im Mittelalter zu der
Bezeichnung “Ostern” führte, abgeleitet aus der Himmelsrichtung der
aufgehenden Sonne (althochdeutsch “ostarun”). Zu Beginn des Frühlings, an Ostern, siegt die Sonne über die Dunkelheit des
Winters; sie siegt über die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung, über den Hass und den Tod. Die Sonne steht für die Hoffnung des Lichts in unserer Leben, die Hoffnung gegen alles, was uns immer wieder zu Boden drückt und unser Leben erschwer.
Ostern als Lichtfest ist das zentrale Fest des christlichen Glaubens - und textlich am stärksten umstritten, und doch ist es weit mehr: als heidnisches Frühlingsfest flammten schon grosse Osterfeuer zu Ehren der Lichtgöttin “Eostrae”, verantwortlich für das Erwachen im Frühling.
Am Hamburger Elbstrand sind sie noch heute Treffpunkt: auf den ca.5 m hohen Gipfeln verbrennen riesige Strohpuppen, Symbol der dunklen Mächte, im Symbol des Lebens. Ob die HamburgerInnen allerdings noch stille Gebete zu der Lichtgöttin senden oder einfach die Faszination des Feuers in der kalten Nacht geniesen, bleibt ihr Geheimnis.
Mit dem Licht kehrt das Leben im Frühling zurück.
Das Ende wird der neue Anfang.