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blog:BIZZLOUNGE LOHAS
Lohas Frauen brauchen keinen Artenschutz.

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MvM_Beach | © 2009 Mario van Middendorf auf Flickr

Paul Ray, amerikanischer Soziologe und “Erfinder” des LOHAS Gedankens, den er seinerzeit (2000) noch mit dem Label der „Kulturell Kreativen“ belegt hat (der Marketingbegriff Lohas entstand später), hat vor allem die Frauen zu den Protagonisten dieser gesellschaftlichen Veränderungsbewegung erklärt und sieht in der Mehrzahl Frauen an der Spitze der LOHAS-Bewegung.

Eigenschaften wie vorausschauendes Denken, ganzheitliche Herangehensweise an Dinge, hohe Aufmerksamkeit für Gesundheit und das „Große und Ganze des täglichen Lebens“ machen sie zu LOHAS par excellence.

“Diese Frauen, das haben wir beobachtet, haben das Kriegsbeil des Geschlechterkampfs längst begraben. Was sie suchen, ist eine neue Verabredung der Geschlechter. Es geht ihnen weniger darum, endlich erhört zu werden, das haben die meisten von ihnen nicht mehr nötig, LOHAS-Frauen brauchen keinen Artenschutz. Sie suchen nach Identität mit sich selbst und den gesteckten Zielen, sie streben nach Erfolg, der sich gern auch monetär zeigen darf, aber nicht die oberste Priorität genießt”, schreiben Anja Kirig und Dr. Eike Wenzel (ZukunftInstitut) in ihrem LOHAS Standardwerk “Bewusst grün - alles über die neuen Lebenswelten Lohas”.

Meine Meinung: Paul Ray ist Soziologe und untersucht die sozio-kulturellen Verflechtungen der Gesellschaft. Er hat sicher Recht damit, wenn er sagt, dass Frauen oftmals eine stärkere Affinität zur ganzheitlichen Herangehensweise an viele Dinge und Problemstellungen haben. Vor allem an jene Dinge, die auch mit Gesundheit (das “H” in Lohas), Achtsamkeit und Selbstliebe zu tun haben - von Ernährung bis Wellness, über Erziehung und Wissen, bis hin zur Heilung oder Spiritualität.

Mich freut besonders zu hören, dass sich eine Generation Frauen herausbildet, für die der Geschlechterkampf im tradierten Sinn keine Rolle mehr spielt. Weil sie alles selbst können oder gar nicht mehr brauchen, womit wir Männer sie ewig gelockt haben. Ein Segen für beide Seiten und eine Chance für uns Männer, ebenfalls zu lernen und uns umzustellen. “Reviermarkierung durch Pissmarken” - mein Auto, mein Boot, mein Haus, gehören damit vielleicht auch irgendwann vollständig der Vergangenheit an. Deshalb müssen wir nicht zu “Weicheiern” mutieren, sondern unsere Urstärken neu beleben: Werte, Aufrichtigkeit und Authentizität. Was sich herausbilden kann, ist die Hinwendung zu gegenseitiger Wertschätzung und Achtsamkeit auf Augenhöhe. Die beste Voraussetzung für wahre Liebe.

Diesmal bin ich sehr gespannt auf Kommentare!

Bleiben Sie wertschätzend liebevoll: Ihr Det Mueller

Bizzlounge Lohas Beitrag #058/2009 © muellerkonzept
Agentur für wertschätzende Kommunikation

Und nicht wundern, mein Künstlername ist in der Fotowelt “Mario van Middendorf“. Hier gehts zum Fotostream.

Det Mueller (Samstag, der 27. Juni 2009 / 13:08) | Permalink

Eine Antwort zu “Lohas Frauen brauchen keinen Artenschutz.”

  • unregistered M. sagt:

    Hi Det,
    Lohas Frauen leben aber überwiegend in und mit einer Nicht-Lohas-Männerwelt. Und genau das ist das eigentliche Problem. Solange es immer noch diese vielen Nicht-Lohas-Männer gibt mit ihrem männlichen Potenzgerangel, solange können Lohas Frauen ja auch nur mit einer gewissen Gleichgültigkeit an die Sache rangehen, oder? Schau Dich doch mal in der Berufswelt in Deutschland um: Wie groß ist der Anteil von Frauen in wirklichen Führungspositionen? Und wie groß ist der Gehaltsunterschied zu ihren männlichen Kollegen? Solange Lohas nicht auch bei Männern in den Köpfen etabliert ist und sie Frauen tatsächlich als Potenzial in ihrer Welt sehen, solange kann man von gegenseitiger Wertschätzung, Authenizität und wertschätzender Kommunikation doch nur träumen. Den Rest erzähle ich Dir demnächst mal bei einer Tasse Kaffee am Rhein.:-)
    Liebe Grüße
    M.

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