
News: Seit dem 1. September 2009 an dürfen keine matten und klaren Glühbirnen ab 100 Watt verkauft werden. Sollte sich rumgesprochen haben. Nächstes Jahr auch all jene mit mehr als 40 Watt. Bis Mitte 2016 soll die herkömmliche Glühbirne dann ganz vom Markt verschwinden, weil sie zu viel Strom verbraucht. Doch die Energiesparlampe enthält Quecksilber, wenn auch offenbar in geringen Mengen und es stellt sich die Frage, was im “Notfall” zu tun ist:
Quecksilber ist ein starkes Umweltgift, das schon in geringen Konzentrationen Nerven und Hirn schädigen kann. Deshalb gehört die Energiesparlampe nach Gebrauch nicht in den Hausmüll!
Sie ist Sondermüll und muss zum Schadstoffmobil gebracht werden. Die Standorte der Sammelstellen geben die jeweiligen Kommunen bekannt. Da dies für jeden Einzelnen viel Aufwand bedeutet, hoffen die Verbraucherzentralen auf eine Initiative der Händler, die Ökoleuchten künftig kostenlos zurückzunehmen. Eine Verpflichtung gibt es im Moment noch nicht.
Vorsichtsmaßnahmen
Ist eine Energiesparlampe heruntergefallen und zerbrochen, gilt hier: Vorsicht vor dem Quecksilber, das in kleinsten Mengen an den Scherben klebt:
- Nicht mit dem Staubsauger aufsaugen, da sonst das Quecksilber als Feinstaub weiter im Raum verteilt wird.
- Handschuhe tragen.
- Die Scherben mit einem feuchten Lappen in einen Beutel oder in ein Schraubglas schieben und dies anschließend im Schadstoffmobil entsorgen.
- Besonders wenn kleine Kinder in der Nähe sind, empfiehlt die Verbraucherzentrale sämtliche Fenster zu öffnen, alle Türen zu schließen und den Raum für eine halbe Stunde zu verlassen.
Allerdings kommt dieser Fall in der Praxis wohl sehr selten vor. Überlegen Sie mal, wann Ihnen zuletzt ein Thermometer aus der Hand gefallen ist und zerbrach. Mir ist das bisher tatsächlich noch nie passiert, zudem dämpft ja auch der Teppichboden den Aufprall einer Birne. Kein Grund zur Panik also, aber Vorsicht ist angemessen. Und gut ist, wenn man Bescheid weiß…
Bleiben Sie wertschätzend: Ihr Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #074/2009 © muellerkonzept
Agentur für wertschätzende Kommunikation | Köln

Dienstag, der 15. Dezember 2009 um 19:38
Hallo,
ich habe eine Frage. Mir ist heute eine Energiesparlampe mitsamt Lampe heruntergefallen und zerplatzt. Nun habe ich die gröbsten Splitter eingesammelt, die restlichen klitzekleinen Splitter allerdings mit meinem nagelneuen Zyklon-Staubsauger aufgesaugt, bevor ich diesen Bericht gelesen habe. Sind diese ca. 2 Gramm an Splittern wirklich so gefährlich? Immerhin kann man selbst mit dem Aufwischen eines Schwammes nicht alle Splitter aufnehmen - etwas weiter gesprungene Splitter werden dabei sowieso spätestens beim nächsten Saugen aufgesaugt.
Vielen Dank im Voraus
Gruß
Juliane
Sonntag, der 20. Dezember 2009 um 21:55
Liebe Juliane,
vielen Dank für die Frage, aber da kann ich leider kaum weiterhelfen, denn ich weiß nicht was ein Zyklonsauger (ist das einer ohne Beutel?) ist und bin auch kein Chemiker, um sicher sagen zu können, welche Gefährlichkeit 2 Gramm (von was?) haben könnten. Die Glasscherben sind ja nicht mehr gefährlich als die von normalen Lampen, das Problem ist nur, dass das Quecksilber daran haften kann und das ist ja schon in winzigen Mengen gefährlich - wenn es mit den Atemorganen über die Feinstaubverteilung in der Luft dem Körper zugefügt wird. Quecksilber bildet immer aber kleine Kügelchen, die Du sehen können solltest - die mußt Du auf jeden Fall vorsichtig entsorgen!
Liebe Grüße: Det Mueller