
Bei der herkömmlichen Gewinnung, Verarbeitung und dem Handel von Edelmetallen und Edelsteinen entstehen tagtäglich eine Vielzahl sozialer und ökologischer Konflikte. Neben dem umweltschädlichen Einsatz von Quecksilber und Zyanid sowie eines eklatant hohen und klimaschädlichen Energieverbrauchs im Goldbergbau, sind es vor allem Menschenrechtsverletzungen im Minenbetrieb der Entwicklungsländer, die zunehmend im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen.

Aber wir können anders, sagt Jan Spille aus Hamburg!
Jan Spille verarbeitet seit 2004 für seine Oeko-Fairen Eheringe so ausschließlich wie möglich Materialien, welche unter ökologisch und sozial gerechten Prinzipien abgebaut, weiterverarbeitet und gehandelt werden und/oder aus Recyclingsystemen stammen. Die Rohstoffgewinnung erfolgt hierbei an Produktionsorten des Kleinbergbaus mit guten Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die Produzenten erhalten für ihre Produkte Mindestpreise und Abnahmegarantien, den Minenarbeitern werden faire Löhne gezahlt und Kinderarbeit ist ausgeschlossen. In Hinsicht auf die ökologische Umwelt wird eine minimale Belastung von Boden, Wasser und Luft angestrebt sowie der Verzicht auf Bergbautechniken, die erheblichen Schaden an der Umwelt anrichten (wie z. B. der Einsatz von Zyanid und Quecksilber). Zudem wird versichert, dass mit dem Material keine kriegerischen Handlungen und Konflikte finanziert werden. Über die Einhaltung der entsprechenden Fair Trade- Kriterien werden Zertifikate ausgestellt.

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Bizzlounge Lohas Beitrag #138/2010 © Det Mueller
