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blog:BIZZLOUNGE LOHAS
Eine Überlegung zur städtischen Verkehrskultur.

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Bei meinen Recherchen zum Thema Elektrofahrzeuge, stieß ich auf die Hamburger Firma “Blue Planet Vehicles“, deren Mitarbeiter allesamt aus der Computerwelt kommend, sich auch der Elektrotechnologie verschrieben haben. Wie es scheint mit ganzem Herzen, viel Humor und Hirn:

Es ist nur zu verständlich, wenn Mütter ihren Kindern die maximale Sicherheit bieten wollen. Auch und gerade im Auto. Das führt zu folgender, absurder Situation: Vor Hamburger Schulen fahren morgens kurz vor 8 Uhr reihenweise SUVs (Abk. für “Sport Utility Vehicle”, diese meist nur städtisch nutzbaren Geländewagen) vor. 1,8 Tonnen Leergewicht (inklusive aller Sicherheitserrungenschaften, damit wir nicht sterben, wenn wir mit einem anderen SUV kollidieren). Diese 1.800 kg Leergewicht transportieren also 60 kg Mutti plus 30 kg Kind mit nicht unerheblichem CO2-Ausstoß zur Schule. Dabei kommt in der Regel nicht einmal der Katalysator auf Betriebstemperatur (das brauchte nämlich etwa 8 Kilometer zügige Fahrt), so dass die Schadstoffe fröhlich in die Luft gehen.”

Eine Alternative wären natürlich kleine Autos für diese Kurzstrecken. Aber, das nächste Absurdum lauert schon, die Sicherheitsfrage:

Für das Sicherheitsproblem gibt es keine kurzfristige Lösung, denn es gelten die Regeln der Physik: Wird ein kleines, leichtes Fahrzeug von einem SUV gerammt (womöglich mit vorgebautem „Kuhfänger“, der bei uns zwar keine Kühe, dafür aber Rentner und Kinder „fängt“), dann verliert das kleine, leichte Fahrzeug. Punkt! Gäbe es aber mehr Leichtfahrzeuge, die angesichts ihrer höheren „Verletzlichkeit“, aber auch wegen ihres gleitenden Elektroantriebs, defensiver bewegt würden, dann hätte das mit Sicherheit positive Auswirkungen auf die städtische Verkehrskultur. Und damit auch auf die Sicherheit. Es ist absurd, dass wir zu unserer Sicherheit immer größere und schwerere Autos bauen, die noch mehr Sicherheitstechnik und Komfortfunktionen aufweisen, um uns vor den anderen “schweren Brocken” zu schützen, was dazu führt, dass diese Autos wiederum schwerer und größer werden…”

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Ich finde, diese Gedanken sind eine intensive Überlegung wert, denn das geschilderte Szenario lässt sich nicht nur in Hamburg beobachten, sondern überall in Deutschland. Umdenken fängt bei jedem Bürger selbst an!

Und falls Sie schon soweit umgedacht haben, dass die Lust groß ist, z.B. mit einem Elektroroller (Foto ganz oben) oder dem neuen Tazzari Zero (Foto oben) in den Sommer zu starten, dann schauen sie doch mal in Hamburg rein, hier <<<

Bleiben Sie wertschätzend mobil: Ihr Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #160/2010 © Det Mueller

Det Mueller (Freitag, der 25. Juni 2010 / 09:59) | Permalink

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