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blog:BIZZLOUNGE LOHAS
Mach es sofort: Männer über Vierzig, bitte mal zuhören…

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[INTRO Woche 5] Sie erinnern sich: Angeregt durch schöne Beiträge auf dem Ideenlese Blog hatte ich mir vorgenommen, seit 04. Juni täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von etwa 4 km zu joggen. Ich hatte mich zudem entschieden, meine Quälerei bis Tag 7 öffentlich zu machen - getreu dem Managermotto “Blamiere Dich täglich” - um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben…

Zwischenbericht 16. Juli: Um es kurz zu machen - ich laufe immer noch! Jetzt schon die fünfte Woche, ich weiß gar nicht mehr wieviel Tage und wieviele Kilometer. Einzige Ausnahmen waren die Samstage und Sonntage und letzte Woche an zwei Tagen, wo es in Köln extrem heiß war, schon morgens um acht Uhr. Ich habe immer noch keinerlei Schmerzen, Muskelkater oder sonstige Wehwehchen, die ich von früher kannte, als ich noch 2 bis 3 Mal pro Woche lief.

Von anfänglich lächerlichen 7 Minuten bis zum ersten qualvollen Japsen nach Luft, laufe ich jetzt locker und sehr entspannt 25 bis 35 Minuten an einem Stück durch. Die 10 Minuten Unterschied sind wichtig, aber entstehen offenbar auch durch die persönliche Tagesform. Ich hab es sogar schon einmal geschafft, in der City auf der Rheinpromenade zu laufen, 25 Minuten hin und wieder 25 Minuten zurück, nach einer Pause von 15 Minuten. Fünfzig Minuten - für mich eine erste, lange unvorstellbare Glanzleistung.

So ganz nebenbei habe ich 4-5 kg abgenommen und bin damit erstmals seit 3 Jahren von 94 kg wieder unter die 90 kg-Marke gekommen. Ein wunderbarer Nebeneffekt! Ich fühle mich erheblich beweglicher und leistungsfähiger, was in diesen heißen Tagen von großem Nutzen war. Das Gewicht ist für mich tatsächlich nur eine Nebensache - ganz entscheidend ist für mich aber der trainierte Aufbau von Ausdauer. Beim Wandern oder Treppensteigen schnell außer Atem zu sein, hat mich fürchterlich genervt. Und deshalb werde ich das “Streakrunning” [Täglichlaufen] fortsetzen, mit neuen Zielen…

Also - besonders den Männern und besonders jenen, die sich wie ich jenseits der Fünfzig befinden, kann ich nur zurufen “macht was!” - “bewegt euch”, es verändert alles! Und es geht, leichter als “Mann” denkt - schwierig ist nur der Anfang, die Überwindung des inneren “Schweinehundes”, der selbstverständlich alles ins Rennen wirft um uns davon abzuhalten, denn auf dem Sofa wars ja so bequem.

Hinzukommen zwei weitere Faktoren, die die Lebensqualität erheblich verbessern: Muskelaufbau und viel mehr Durchblutung auch im Hirn, durch die neuen, großen Mengen an Sauerstoffzufuhr. Etwa ab Mitte Dreißig bis Anfang Vierzig baut der Körper Muskelmasse ab. Ein natürlicher Prozess. Wer daran verzweifelt, wird auch nichts mehr ändern. Es wird jedes Jahr dramatischer. Aber auch jenseits der Vierzig kann “Mann” weiterhin Muskeln aufbauen, wenn man sie benutzt. Es geht nur etwas langsamer. Muskeln sind aber die allerbesten Fettverbrenner und schon von daher wichtig, für ein gutes Körpergefühl. Aber auch die Sehnen, Bänder und die Sprunggelenke, profitieren mächtig von der neuen Bewegungsqualität. Na ja und der Sauerstoff - da passiert mächtig was im Kopf, nämlich auch da wird man beweglicher, schneller, das Denken und Erinnern bzw. die Merkfähigkeit wächst deutlich. Und, dass das Erleben der eigenen Sexualität neue Qualitäten bringt, muss ich wohl kaum extra erwähnen - Männer sollten ihren Körper kennen.

Übrigens: Selbstwertschätzung und Selbstachtung sind natürlich auch Faktoren für ein Leben als Lohas Protagonist. Nur wer mit sich im Reinen ist, hat ein Ohr für andere Menschen…

Schönes Wochenende und schönen Ferienanfang: Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #165/2010 © Det Mueller

Det Mueller (Samstag, der 17. Juli 2010 / 11:01) | Permalink

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