Archiv für die ‘Selbstmotivation’ Kategorie

Wenn ich als Künstler aktiv bin, arbeite ich meist in der zweiten Tageshälfte und oftmals bis weit in die tiefe Nacht. Die Sonne ist weg, der Lärm auch und Ruhe zieht über das Land. Kein Telefon, keine Störungen. Nur Stille.
Meist öffne ich dann in einem neuen Fenster die US Seite Rainy Mood und lasse mein Unterbewusstsein umspülen, von der Frische, die das Geräusch von Regen und Gewitter auf angenehme Art vermitteln können. Eine 30-Minuten-Schleife läuft dann ab, die sich beliebig oft wiederholen läßt. Kostenfrei und problemlos. Sie sollten natürlich gute Boxen an ihrem Rechner haben.
Probieren Sie das mal aus, es ist wirklich beruhigend und nicht mit dem Regen am Fenster zu vergleichen. Geht sogar, wenn man seine Lieblingsmusik einfach weiterlaufen lässt, aber pur ist es für die schöpferische Arbeit ein wahrer Genuss…
Hier gehts zum Frischeregen <<<
Herzlichst Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #178/2010 © Det Mueller
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[INTRO Woche 5] Sie erinnern sich: Angeregt durch schöne Beiträge auf dem Ideenlese Blog hatte ich mir vorgenommen, seit 04. Juni täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von etwa 4 km zu joggen. Ich hatte mich zudem entschieden, meine Quälerei bis Tag 7 öffentlich zu machen - getreu dem Managermotto “Blamiere Dich täglich” - um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben…
Zwischenbericht 16. Juli: Um es kurz zu machen - ich laufe immer noch! Jetzt schon die fünfte Woche, ich weiß gar nicht mehr wieviel Tage und wieviele Kilometer. Einzige Ausnahmen waren die Samstage und Sonntage und letzte Woche an zwei Tagen, wo es in Köln extrem heiß war, schon morgens um acht Uhr. Ich habe immer noch keinerlei Schmerzen, Muskelkater oder sonstige Wehwehchen, die ich von früher kannte, als ich noch 2 bis 3 Mal pro Woche lief.
Von anfänglich lächerlichen 7 Minuten bis zum ersten qualvollen Japsen nach Luft, laufe ich jetzt locker und sehr entspannt 25 bis 35 Minuten an einem Stück durch. Die 10 Minuten Unterschied sind wichtig, aber entstehen offenbar auch durch die persönliche Tagesform. Ich hab es sogar schon einmal geschafft, in der City auf der Rheinpromenade zu laufen, 25 Minuten hin und wieder 25 Minuten zurück, nach einer Pause von 15 Minuten. Fünfzig Minuten - für mich eine erste, lange unvorstellbare Glanzleistung.
So ganz nebenbei habe ich 4-5 kg abgenommen und bin damit erstmals seit 3 Jahren von 94 kg wieder unter die 90 kg-Marke gekommen. Ein wunderbarer Nebeneffekt! Ich fühle mich erheblich beweglicher und leistungsfähiger, was in diesen heißen Tagen von großem Nutzen war. Das Gewicht ist für mich tatsächlich nur eine Nebensache - ganz entscheidend ist für mich aber der trainierte Aufbau von Ausdauer. Beim Wandern oder Treppensteigen schnell außer Atem zu sein, hat mich fürchterlich genervt. Und deshalb werde ich das “Streakrunning” [Täglichlaufen] fortsetzen, mit neuen Zielen…
Also - besonders den Männern und besonders jenen, die sich wie ich jenseits der Fünfzig befinden, kann ich nur zurufen “macht was!” - “bewegt euch”, es verändert alles! Und es geht, leichter als “Mann” denkt - schwierig ist nur der Anfang, die Überwindung des inneren “Schweinehundes”, der selbstverständlich alles ins Rennen wirft um uns davon abzuhalten, denn auf dem Sofa wars ja so bequem.
Hinzukommen zwei weitere Faktoren, die die Lebensqualität erheblich verbessern: Muskelaufbau und viel mehr Durchblutung auch im Hirn, durch die neuen, großen Mengen an Sauerstoffzufuhr. Etwa ab Mitte Dreißig bis Anfang Vierzig baut der Körper Muskelmasse ab. Ein natürlicher Prozess. Wer daran verzweifelt, wird auch nichts mehr ändern. Es wird jedes Jahr dramatischer. Aber auch jenseits der Vierzig kann “Mann” weiterhin Muskeln aufbauen, wenn man sie benutzt. Es geht nur etwas langsamer. Muskeln sind aber die allerbesten Fettverbrenner und schon von daher wichtig, für ein gutes Körpergefühl. Aber auch die Sehnen, Bänder und die Sprunggelenke, profitieren mächtig von der neuen Bewegungsqualität. Na ja und der Sauerstoff - da passiert mächtig was im Kopf, nämlich auch da wird man beweglicher, schneller, das Denken und Erinnern bzw. die Merkfähigkeit wächst deutlich. Und, dass das Erleben der eigenen Sexualität neue Qualitäten bringt, muss ich wohl kaum extra erwähnen - Männer sollten ihren Körper kennen.
Übrigens: Selbstwertschätzung und Selbstachtung sind natürlich auch Faktoren für ein Leben als Lohas Protagonist. Nur wer mit sich im Reinen ist, hat ein Ohr für andere Menschen…
Schönes Wochenende und schönen Ferienanfang: Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #165/2010 © Det Mueller
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Hab da was ausgegraben, was Sie alle interessieren dürfte:
Stark durch den Sturm ist spannendes Lebenscoaching für Erwachsene. Hochrangige Trainer haben Audioseminare aufgenommen - zu allen relevanten Fragen. 11 Experten. 32 Seminare. 14 Stunden pures Wissen. Organisiert und initiiert von Sebastian Purps. Er arbeitet als Coach für Privatpersonen sowie Manager und Unternehmer und verbindet seine langjährige Wirtschaftserfahrung mit Methoden aus dem Systemischen Coaching, der Hypno-Therapie und dem NLP. „Stark durch den Sturm“ ist sein neuestes Projekt…
“Mit dieser Initiative, die weit mehr ist als ein übliches Seminar, lernst Du Dich sich selbst besser kennen - von Krisenbewältigung über Stressabbau, Selbstmotivation, Potentialentfaltung, Emotionaler Kompetenz , Karrieremanagement, soziale Einflüsse, persönliche Ziele, Lebendigkeit bis hin zu Bewegung & Psyche und mehr Lebensenergie ist alles dabei”, sagt mir Sebastian Purps im Gespräch.
Und wirklich klasse: Nirgends sonst findet man Tipps dieser Experten so günstig - zum Einführungspreis von nur 19,95 Euro - ja richtig gelesen, für alle 14 Stunden Hörwissen gebündelt! Sebastian Purps hat dafür zwei Hände voll außergewöhnlicher Menschen ausgesucht: Profis wie den Top-Führungsexperten Boris Grundl oder Prof. Gerald Hüther, einen der anerkanntesten Neurowissenschaftler Deutschlands. Gemeinsam haben sie diese Audioseminare produziert, die Menschen in Veränderungsphasen helfen. Die Gewinne des Projekts werden investiert in Charity-Projekte für die Menschen, die sich „Stark durch den Sturm“ noch nicht kaufen würden: Kinder. Es ist übrigens ein anerkanntes Programm der SINN-Stiftung.
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Bleib Du wertschätzend: Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #154/2010 © Det Mueller
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[INTRO 7] Angeregt durch feine Beiträge auf dem Ideenlese Blog hatte ich mir vorgenommen, täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von knapp 4 km zu joggen. Ich hatte mich zudem entschieden, meine Quälerei bis Tag 7 (heute) öffentlich zu machen - getreu dem Managermotto “Blamiere Dich täglich” - um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Streakrunning (Täglichlaufen) ist aber irgendwie besonders und ich freue mich heute, mein Experiment geschafft zu haben - viel besser, als ich dachte…
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[Tag 07] Donnerstag, 10. Juni 2010. Mittag, 12.12 Uhr.
Heute ist es geschafft! 7 Tage bin ich nun für meine Verhältnisse (57 Jahre, Raucher, 10-15 kg Übergewicht, wenig trainiert) erfolgreich insgesamt über 30 km gelaufen und hab mich dabei fast 4 Stunden schnell bewegt in frischer Luft aufgehalten. Eigentlich ein Witz, wenn ich bedenke, wie oft ich schon Sonntags 3-5 Stunden-Wanderungen hinter mich gebracht hatte. Aber ja eben, hinter mich, heißt - es ist vorbei! Vergangenheit. Jetzt ist Neuanfang…
Wir Männer bescheißen uns ja gerne, wenn es um uns selbst geht. Und genau das wollte ich ändern. Ich wollte meine alte Beweglichkeit wieder und habe in dieser Woche gelernt, dass das möglich ist. Besser als ich dachte, wenn der innere Schweinehund irgendwie besiegt werden kann.
Insofern waren diese Anstrengungen lohnend für Körper und Seele. Ich habe etwa 1-2 kg abgenommen, was nicht viel ist, aber ehrlich - 4 km sind eben auch nicht viel. Entscheidender ist, dass ich meine Oberschenkelmuskeln wieder deutlich spüre, meine Sprunggelenke sich erheblich verändert haben, was sich z.B. in einem anderen Gang jetzt schon deutlich zeigt. Irgendwie bin ich mehr geerdet, hab wieder Vertrauen zu meinen eigenen Füßen. Und vor allem große Lust weiterzumachen. Mein Ziel soll sein, noch in diesem Monat 30 Minuten am Stück ohne Pause zu schaffen.
Resultat: Heute 25 Minuten mittelschnell gelaufen, plus 2x 2-Minuten-Gehen, plus 80 m Sprint, plus 1x 4 Minuten-Gehen zum Ende. Streckenerweiterung auf insgesamt 6 km, 33 Minuten unterwegs! Kein Schmerz. Sehr befriedigend, aber erschöpft. Das Wetter ist heute schwül.
Ich danke allen für ihr Interesse, hoffe, dass ich den einen oder anderen motivieren konnte und werd in ein paar Wochen mal erzählen, wie es weitergegangen ist…
Bleibt wertschätzend zu euch selbst: Herzlichst Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #153/2010 © Det Mueller
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[INTRO 6] Angeregt durch schöne Beiträge auf dem Ideenlese Blog habe ich mir vorgenommen, jetzt täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von knapp 4 km zu joggen. Ich habe mich zudem entschieden, meine Quälerei bis Tag 7 öffentlich zu machen - getreu dem Managermotto “Blamiere Dich täglich” - um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Aber, ich habe auch die Hoffnung, den ein oder anderen anzuregen, es ebenfalls zu versuchen. Streakrunning (Täglichlaufen) ist irgendwie besonders! Ich freue mich übrigens sehr über Anregungen oder eigene Erfahrungsberichte…
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[Tag 06] Mittwoch, 09. Juni 2010. Mittag, 13.00 Uhr.
Scheinbar integriert der Körper Wohlbefinden schnell in seinen täglichen Rhythmus, denn heute gab es keinerlei Widerstände irgendeines Hundes. Wie selbstverständlich hab ich meine Laufsachen angezogen und wartete auf das innere Zeichen. Gegen 13.00 kam es dann auch und ich lief los…
Nutze den Tag, oder besser noch, die Gunst der Stunde. War ich gestern nicht richtig dabei, nicht wirklich in mir, so merkte ich heute schon ebenso früh - das wird gut. Und so kam es auch. Es war das genaue Gegenteil von gestern.
Etwa zur halben Zeit kam die große Überraschung. Dort, wo ich sonst abbiege, um den Rückweg anzutreten, meinte meine Intuition, es könne nicht schaden ein paar Meter aufzustocken. Also nahm ich ein Feld mehr dazu, einen wunderschönen Bauernhof und rund 800 geschätzte Meter Plus. War ich mir anfangs nicht ganz sicher, ob ich wirklich 4.000 Meter laufe, oder nur 3.800, so bin ich mir heute sicher auf jeden Fall ein klein wenig mehr als 4 km hinbekommen zu haben. Ist letztendlich auch nicht so wichtig, wichtiger ist die Zeit! Wohlgemerkt nicht die Geschwindigkeit, sondern die Dauer. Meinem Ziel, relativ zügig 30 Minuten zu bewältigen, bin ich heute ein ganzes Stück näher gekommen. Wow, das macht Mut und Lust auf mehr.
Resultat: Heute 25 Minuten gleichbleibend am Stück gelaufen. Streckenerweiterung um ca. 800 m. Plus kurzer 2-Minuten-Gehen Einlage. Kein Schmerz. Heute war es glücksbringend und sehr befriedigend! Morgen ist also mein letzter Tag des Experimentes, aber ich seh schon, ich werde weitermachen. Allerdings nur hin- und wieder darüber berichten. Denn der Lohas-Blog ist ja kein Laufjournal…
Bleibt wertschätzend zu euch selbst: Herzlichst Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #152/2010 © Det Mueller
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[INTRO 5] Angeregt durch schöne Beiträge auf dem Ideenlese Blog habe ich mir vorgenommen, jetzt täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von etwa 4 km zu joggen. Ich habe mich zudem entschieden, meine Quälerei bis Tag 7 öffentlich zu machen - getreu dem Managermotto “Blamiere Dich täglich” - um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Aber, ich habe auch die Hoffnung, den ein oder anderen anzuregen, es ebenfalls zu versuchen. Streakrunning (Täglichlaufen) ist irgendwie besonders! Ich freue mich übrigens sehr über Anregungen oder eigene Erfahrungsberichte…
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[Tag 05] Dienstag, 08. Juni 2010. Vormittag, 9.20 Uhr.
Erste Mails beantwortet und meinen verschiedenen Webverpflichtungen nachgekommen. Merke aber schon im Ansatz, heute ist irgendetwas anders. Weiß nur noch nicht was. Scheint aber so zu sein, dass der Schweinehund heute nicht der Störenfried ist, sondern ich selbst…
Fest steht, die Euphorie der letzten Tage fehlt heute gänzlich! Ich laufe los, fühle aber nicht rein in den Weg. Das Wetter ist okay, ganz leichte Regentropfen. Das Knie meldet sich kurz! Hab keine rechte Lust, muss dauernd an ein Gespräch mit einem Bekannten denken, der mir gestern erzählt hat, absolut genau auf meinen Körper zu hören, wenn ich schon nicht auf ihn hören wollte, der mir dringend vom Täglichlaufen abraten wollte. Er selbst ist seit Jahren ein guter Läufer, 3x in der Woche flitzt er mindestens eine gute Stunde durch unsere Wälder. Dann wieder denke ich an einen alten Freund, der seit 30 Jahren täglich bei jedem Wetter, Sommer wie Winter eine Stunde joggen geht. Er ist Anwalt und braucht das als Energieaufladung nach seinem Bürojob.
Die Psyche spielt sicher beim Laufen eine große Rolle, besonders später bei größeren Strecken. Und der Körper ist keine Maschine. Er verhält sich jeden Tag anders. Das muß man akzeptieren. Also werde ich das Ergebnis heute einfach hinnehmen und mich daran erfreuen, dass ich vor 5 Tagen nicht in der Lage war, diese lächerlichen 4 km überhaupt an einem Stück zu laufen und dafür dann auch noch über 30 Minuten gebraucht habe.
Resultat: Wieder 20 Minuten am Stück gelaufen. Plus kurzer 2-Minuten-Gehen Einlage. Wenig bis kein Schmerz. Dafür heute innerlich irgendwie nicht anwesend. Deswegen war dieser Lauf heute nicht glücksbringend, aber dennoch wichtig.
Bleibt wertschätzend zu euch selbst: Herzlichst Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #151/2010 © Det Mueller
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[INTRO 4] Angeregt durch schöne Beiträge auf dem Ideenlese Blog <<< habe ich mir vorgenommen, jetzt täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von etwa 4 km zu joggen. Ich habe mich zudem entschieden, meine Quälerei öffentlich zu machen - getreu dem Managermotto “Blamiere Dich täglich” - um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Ich freue mich übrigens sehr über Anregungen oder eigene Erfahrungsberichte…
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[Tag 04] Montag, 07. Juni 2010. Vormittag, 11.05 Uhr.
Bin lange schon wach, auch bereits in Joggingklamotten gehüllt und trotzdem versucht da dauernd einer mir mit Aufschiebeversuchen zu kommen. Alles ist trocken, es ist schön aber nicht heiß - ideales Laufwetter. 11.05 hab ich den Schweinehund auf meine Seite gezogen…
Schon nach hundert Metern merke ich die Besonderheit des heutigen Tages: mir tut absolut gar nichts weh! Kein Knie, kein Rücken, kein Muskelkater. Ich bin völlig baff und will es so recht nicht glauben, Heilung durch ständige Bewegung?
Bis vor 3 Jahren bin ich regelmäßig 2-3x pro Woche gelaufen, eine halbe Stunde und mehr. Manchmal zwackten die Waden mit leichten Krämpfen, oder auch meine Knie. Wenn es zu arg wurde, hab ich mehrere Tage ausgesetzt. Jetzt aber, hab ich bereits in 4 Tagen das Laufpensum von sonst 2 Wochen absolviert, ohne Schonung. Und mir gehts gut.
Das nächste Phänomen fiel mir gestern schon auf: der Kopf arbeitet interessierter mit. Scheinbar freuen sich meine Synapsen über dieses Plus an Sauerstoff mächtig. Gedanken ziehen durch mein Hirn. Kreative und kritische. Hat jemand gestern Abend den Tatort gesehen? So grausam das war, aber das ist die weit verbreitete Realität. Jeder Politiker müsste gezwungen werden sich das anzuschauen!
Resultat: Wieder 20 Minuten am Stück gelaufen! Plus einer 100-Meter Spurteinlage mit anschließendem 2-Minuten-Gehen, da war ich schon an der Haustür. Keinerlei Schmerz! Find ich gut! So gaaanz langsam schleicht sich das Gefühl ein, das Laufen könnte eine wirkliche Dauereinrichtung werden.
Bleibt wertschätzend zu euch selbst: Herzlichst Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #149/2010 © Det Mueller
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[INTRO] Angeregt durch Beiträge auf dem Ideenlese Blog habe ich mir vorgenommen, jetzt täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von etwa 4 km zu joggen. Da ich ein ziemlich undisziplinierter Mann bin, der nur ungern eingefahrene Komfortzonen verlässt, habe ich mich entschieden, meine Quälerei öffentlich zu machen - getreu dem Managermotto “Blamiere Dich täglich” - um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Ich freue mich übrigens sehr über Anregungen oder eigene Erfahrungesberichte…
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[Tag 03] Sonntag, 06. Juni 2010. High Noon, 11.45 Uhr!
Okay, ich neige offenbar dazu Fehler gerne zu wiederholen und laufe in die Mittagshitze. Schweinebacke Schweinehund wollte mich heute nicht früh aus dem Bett lassen. Sein Argument: es sei schließlich Sonntag, meine geliebte Frau gäbe ja Seminare im Schwarzwald und an mich seien somit keine besonderen Erwartungen an diesen Tag gerichtet. Ich könne ja später laufen! Ahnt ihr was? Der Scheißkerl hat mir eigentlich einreden wollen, morgen zu laufen oder besser noch in 6 Tagen. Bullshit!!!
Also raus in die Hitze. Und keine Angst, auch mit 57 muß man nicht gleich einen Infarkt bekommen, wenn man etwas in Bewegung geübt ist, wenn man reichlich Wasser aufgenommen hat und wenn man aufmerksam auf die Körpersignale achtet. Und besonders wichtig für die Kerle: Nicht übertreiben! Ab 45+ neigen sehr viele Geschlechtsgenossen zu stark überzogener Selbsteinschätzung! Was das Verhältnis zwischen Samensträngen und Muskeln angeht, mag ja jeder seine Stammtischideologien vertreten - aber Freunde, wenn es um euer Herz geht, solltet ihr euch selbst nichts in die Tasche lügen! Besonders die TV-Sportler: Bei der letzten WM in Germany, sind zahlreiche Männer an Infarkt gestorben, den sie aus Aufregung vor dem TV bekommen haben!!!
Kleiner Test fürs männliche Selbstbewußtsein gefällig: Jeder gesunde Mann, sollte 25 Liegestütze hinbekommen! Noch Fragen?
Mein Knie meldet sich heute kaum! Aber die Hammererfahrung des 3. Tages ist eine andere: wieder habe ich den Kopf besiegt! Monate war ich der festen Überzeugung, an der Steigung und nach 7 Minuten bin ich erst mal platt. Ja von wegen! Heute bin ich die Strecke anders rum gelaufen - nein Du Pfeife, nicht rückwärts - sondern in der anderen Richtung. Der Weg ist anfänglich nicht so schön, deswegen hab ich das bisher immer ausgeschlossen, aber der “gefürchtete Berg” kommt dann erst am Schluß und außerdem als Abstieg. Im Ergebnis sah das so aus: ab Minute sieben, schaute ich ständig auf die Uhr und wunderte mich, warum keine Schlappmeldung kam. Ich lief weiter, und weiter - ja ich lief die ganze Runde an einem Stück - ohne Gehpause!
Ich kann es selbst nicht fassen! Trainingserfolge können das nicht sein! Nach drei Tagen unmöglich. Es kann nur im Kopf passiert sein! Hab also meine innere Komfortzone verlassen und ausgedehnt. Ich weiß jetzt, dass ich 4 km am Stück immer noch laufen kann. Eine gute Basis für mehr. Hinzu kommt das neue Wissen, dass das Täglichlaufen - Streakrunning - offenbar auch völlig andere Auswirkungen auf den Muskelkater hat. Der nämlich will gar nicht kommen. Es gibt winzige Ansätze, aber bevor man sich leidvoll in diese verkriechen kann, ist schon der nächste Lauf passiert, und der übernächste… Ein erstaunliches Phänomen!
Resultat: 20 Minuten am Stück gelaufen! Hitze war kein Problem, Knie auch nicht. Die Freude übers Ergebnis trägt mächtig! Dennoch halte ich die Euphorie klein, es wird sicher auch Rückschläge geben - völlig normal für ein Training, für ein Experiment.
Bleibt wertschätzend zu euch selbst: Herzlichst Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #148/2010 © Det Mueller
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[INTRO] Angeregt durch Beiträge auf Christines Blog habe ich mir vorgenommen, jetzt täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von etwa 4 km zu joggen. Verbunden mit der Hoffnung, eine positive Sucht zu entdecken, die mir nicht nur das Hirn mit frischem Sauerstoff freibläst, sondern auch mein derzeitiges, weit überhöhtes Kampfgewicht von 92 kg bei knapp 180 cm wenig trainierter Körperlänge, spürbar reduziert. Da ich ein undisziplinierter Mann bin, der nur sehr ungern eingefahrene Komfortzonen verläßt, habe ich mich entschieden, meine Quälerei öffentlich zu machen - getreu dem Managermotto “Blamiere Dich täglich” - um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Ich brauche also Eure Unterstützung und Tipps, aber vielleicht motiviert es Euch auch, ähnliches zu tun…
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[Tag 02] Samstag, 05. Juni 2010. Morgens, 7.45 Uhr!
Bitte fragt mich nicht, wieso ich in Allerherrgottsfrühe auf die Idee komme zu joggen. Zumal ich gestern Abend mit einigen Freunden beim Bier ziemlich versackt bin und erst um 2.00 Uhr im Bett war. Aber heute stand ich um 7 senkrecht und mir geht es gut. Etwas noch im Tran, aber immerhin in der Lage, nach leichtem Aufwärmen beim Yoga (10 Minuten), die Rennlatschen überzustülpen und loszudüsen…
Na ja, “losdüsen” entspricht nicht der Wahrheit, ist poetische Überhöhung. Ich laufe ohnehin meist langsam, um im Puls zu bleiben. Langsamlaufen, kleine Schritte, kleeeeiiiine Schritte - hab ich ja vor Jahren von unserem seligen Ulrich Strunz (67) gelernt. Obacht, was heißt hier selig! Der Mann lebt nach wie vor und ist vermutlich immer noch sehr gebräunt, um die Wirksamkeit seiner Laufschule “Forever Young” zu untermauern. Nun gut, zurück auf die Straße, mit ihren harten Wahrheiten.
Mein rechtes Knie meldet sich heute bereits nach sieben Minuten, also exakt zu der Zeit wo ich das erste Mal schlapp mache. Aber mein Geist scheint wacher zu sein: ich weiß nämlich auch warum ich nach 7 Minuten bereits schwächele. Da hab ich nämlich die erste Steigung hinter mir und die liegt ziemlich am Anfang des Weges, schon auf den ersten 800 Metern ( 2 Runden Stadion - you remember?). Da bin ich noch gar nicht richtig warm. Also gut, ich gehe 2 Minuten. Erste Unterbrechung also. Und ist völlig okay! Was ich versuche, ist ein neuer Trainingseinstieg. Und Training heißt nix anderes als üben!!! Das muss man sich selbst immer vor Augen führen. Selbstmotivation!
Der Morgen hat enorme Vorteile. Selbst in den Schatten der Büsche, wo sich gestern die Wärme staute, empfängt mich eine frische, wunderbar klare Morgenluft. Es ist herrlich. Alles ist noch ziemlich still, wenig Hunde mit Anhängsel. Eine weitere Joggerin. Sonst Niemand. Der Kopf wird wach und ich genieße die Momente. Die Strecke wird flach und ich laufe bereits mehr als die Hälfte des Weges. Bin viel zu schnell, aber es funktioniert. Komischerweise schmerzt das Knie beim Laufen nicht, eher in den Gehpausen. Komfortzonen ausweiten, leichten Schmerz ertragen - schießt es mir durch den Kopf. Irgendwie geht das gut, zumindest viel besser als ich dachte. Also Leute schwingt die Hufe und versucht es auch. Die wichtigste und härteste Prüfung scheint allein im Kopf zu passieren. Wenn der lernt, dass das gut ist, was ich da mache - und das geht nur, wenn man sich geduldig zeigt und nicht übertreibt, kanns was werden…
Resultat: 25 Minuten Körper, Geist und Seele gelüftet. Bin also heute zu schnell unterwegs. 3 Gehpausen á 2 Minuten. Atem geht ruhig. Knie ist okay. Große Freude über die Tatsache, dass ich früh aus den Federn war. Morgen gehts weiter und jetzt gibts Frühstück!
Bleibt wertschätzend zu euch selbst: Herzlichst Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #147/2010 © Det Mueller
Archiv für die ‘Selbstmotivation’ Kategorie

[INTRO] Angeregt durch Beiträge auf Christines Blog habe ich mir vorgenommen, jetzt täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von etwa 4 km zu joggen. Verbunden mit der Hoffnung, eine positive Sucht zu entdecken, die mir nicht nur das Hirn mit frischem Sauerstoff freibläst, sondern auch mein derzeitiges, weit überhöhtes Kampfgewicht von 92kg bei knapp 180 cm wenig trainierter Körperlänge, spürbar reduziert. Da ich ein undisziplinierter Mann bin, der nur ungern eingefahrene Komfortzonen verläßt, habe ich mich entschieden, meine Quälerei öffentlich zu machen - getreu dem Managermotto “Blamiere Dich täglich” - um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Ich brauche also Eure Unterstützung und Tipps…
[Tag 01] Freitag, 04. Juni 2010. Nachmittag, 15.30 Uhr! Na klasse, fängt ja schon gut an, es ist nämlich heiß in Köln. Doofer Anfängerfehler. Wollte eigentlich heute früh schon gelaufen sein. Der innere Schweinehund hat sich aber dauernd etwas einfallen lassen, um die Sache zu verschieben. Noch schnell einen Kaffee und eine Zigarrette - und los gehts! Nein!!! Weder noch, lieber ein großes Glas Wasser, Kappe auf, Schuhe an und weg. Schön langsam und gleichmäßig atmen. Mann ist das warm. Aber es geht ein leichter Wind. Angenehm. Wow, fünf Minuten laufe ich schon, kommt mir aber viel länger vor. Minute 8,5: Kniee melden Ärger! Mist! Zurück geht nicht, also weiter. Aber erst mal gehen. 5 Minuten laufen, 2 Minuten gehen. Ja, das paßt. Jetzt kommt mein Lieblingsstück, durch die blühenden Felder. Ja, jetzt ist Sommer!
Ich höre die Vögel, ich rieche das Korn und meine Gedanken schweifen ab. Noch vor 6 Jahren, als ich gerade 50 war, konnte ich prima eine gute Stunde laufen. War damals sogar einige Male sehr nah an “Runner´s High”, diesem Endorphinregen, der einen zuweilen schweben läßt. Davon ist heute natürlich nicht einmal etwas zu ahnen. Nach der letzten Steigung fühle ich mich aber dennoch wohl. Weil ich glücklich bin, überhaupt vom Schreibtisch aufgestanden zu sein. Selbstmotivation ist schon ein geiles Ding. Und den Schweinehund hau ich sicher auch noch in die Pfanne. Aber langsam - nicht zu große Euphorie nach dem ersten Tag.
Resultat: 30 Minuten meine Raucherlunge ordentlich gelüfet. 4 Gehpausen á 2 Minuten. Atem geht ruhig. Die Kniee haben sich beruhigt. Freude über die Tatsache an sich. Morgen gehts weiter!
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Bizzlounge Lohas Beitrag #146/2010 © Det Mueller
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