Der klinische, Schweizer Psychologe Dr. Hans-Peter Zimmermann hat schon eine ungewöhnliche Sicht auf die Welt und das ist gut so. Seit vielen Jahren ist er sehr erfolgreich unterwegs, als Autor und Unternehmensberater, vorwiegend für andere Coaches, heilende Berufe, aber vor allem auch für den Mittelstand und Kleinbetriebe. Seit einigen Jahren nutzt er auch Video Podcasts als Kommunikationsmittel und nimmt diese auf, während er tatsächlich im Auto oder auf seinem Boot unterwegs ist…
Im heutigen Beispiel “HPZ unterwegs: Route Nr. 15” erzählte er uns von seinem Selbstversuch der geplanten Auszeiten: 5 Sommer-Wochen mal nur vormittags zu arbeiten. Kleinunternehmer können in aller Regel keine 3 oder 4 Wochen am Stück Ferien machen. Der Chef als Kraftquelle des Unternehmens muss aber funktionieren und sollte Wege finden, seine Power und Kreativität dauerhaft zu erhalten und zu erneuern. Aber hören und schauen Sie selbst, vielleicht eine Anregung auch für Sie?
Letztes Jahr bereits mächtig angekündigt, gehts heute endlich los:
Auf der goodgoods in den Hamburger Messehallen präsentieren diesjährig und erstmalig über 90 große und kleine Unternehmen ihre innovativsten und attraktivsten nachhaltigen Produkte, Dienstleistungen und Projekte – unter anderem aus den Bereichen Wohnen, Mode, Technologie, Mobilität, Business, Ernährung und Gesundheit. Einen erlebnisreichen Messebesuch garantiert zudem das spannende Rahmenprogramm mit Vorträgen und Diskussionsforen, Do-it-yourself-Welt, nachhaltiger Mode auf dem Fashion Cube, Design-Insel und Media Lounge.
Auf der goodgoods finden Sie auch live und in Farbe einige Firmen, die ich hier auf dem Lohas-Blog bereits vorgestellt hatte: etwa Jan Spille, Hamburgs nachhaltige Ringschmiede für ökofaire Trauringe, oder LoveGreen, die erste bundesweite Medieninitiative zum Thema Nachhaltigkeit. Vermutlich noch sehr viele mehr, aber die Messe hält leider ihre Ausstellerlisten nicht auf der Homepage bereit. Dafür allerdings die Themen, die Sie finden können:
goodhome
Möbel – Haushalt – Design
goodbusiness
Büro - Finanzen - Dienstleistungen
goodmobility
Mobilität - Reisen - Freizeit
goodfood
Essen - Trinken - Ausgehen
goodlooks
Mode - Kosmetik - Accessoires
goodfeelings
Wellness - Gesundheit - Bewusstsein
goodtechnology
Multimedia – Telekommunikation - IT
goodprojects
Ideen - Netzwerke - Organisationen
goodretail
Nachhaltigkeit im Handel
goodstart
Nachhaltige Newcomer
Deutschlands erste große Messe für nachhaltigen Konsum goodgoods geht vom 27. - 29. Mai 2011, ich denke, das wird eine außerordentlich spannende Show! Tagestickets gibts für 10 Euro!
Bleiben Sie wertschätzend informiert | Det Mueller |
Familienunternehmen schönes sein aus Elmshorn setzt konsequent auf reine Wirkung, Schonung von Umwelt, Natur und Ressourcen:
Sich etwas Gutes tun, Verantwortung übernehmen, und dabei auch noch die Umwelt zu schonen ist mit reiner Naturkosmetik ganz einfach. Immer mehr Menschen setzen in ihrer Haar- und Körperpflege auf „grüne“ Naturkosmetik.
schönes sein-Naturkosmetik ist reine Bio-Kosmetik. Das stellt auch die Austria Bio Garantie sicher, die schönes sein kontrolliert und zertifiziert und als eine der strengsten Zertifizierungen in Europa gilt…
schönes sein setzt auf Nachhaltigkeit und Transparenz. Alle Wirkstoffe sind komplett in deutscher Sprache deklariert. Melanie Böing, schönes sein-Team:„Wir zwingen den Menschen kein Schönheitsideal auf. Wir lassen sie ’sein’, achten ihre Natur. Und pflegen sie in jeder Hinsicht, nicht nur optisch. Mit unseren Produkten unterstützen wir den ganzen Menschen, seine innere Balance, sein ‘Da-Sein’.”
Treibende Kraft und Gründerin von schönes sein ist Naturfriseurin Kirsten Kelting. Gemeinsam mit ihrer Familie und ihrer Produzentin konzipiert sie reine, hochwirksame Haut- und Haarpflege. Ihre jahrzehntelange Erfahrung als Friseurmeisterin und die wachsende Unzufriedenheit mit konventioneller Kosmetik waren 2003 der Auslöser für die Entwicklung der eigenen Pflegelinie. Entsprechend hoch ist der Anspruch: An die Wirksamkeit in Balance mit Natürlichkeit ebenso wie an Zweckmäßigkeit und Umweltschutz.
Alle Produkte kann man bequem im wunderschönen Online-Shop bestellen >> [hier]
Sebastian Kotzwander (28) und Martin Ferfers (28) – waren schon auf der Schulbank oft mit Gründungsideen beschäftigt und gründeten noch als Studenten die kleine Firma GRÜNSPAR GmbH in Münster. Das Studium ist seit Jahresbeginn erfolgreich beendet; jetzt ist Geldverdienen angesagt. Passieren soll das, mit frischen Ideen rund um die Generation Lohas: die beiden, mit ihrem größeren Team, bieten auf ihrem Blog tolle Ideen zum Energiesparen an und bringen dabei gleich die notwendigen Produkte in den Handel (Webshop)…
Dabei geht die Gruppe durchaus einfallsreich vor: Wer etwas neu macht, der renoviert. Und wer etwas neu und energiesparend machen will, der grünoviert! Auf dem Grünspar-Blog ist deswegen gerade die Grünspar-Challenge angesagt, eine Mitmach-Aktion, die die besten Energiespartipps zu verschiedenen praktischen Lebensbereichen (Party, Dinner, Videoabend etc) in Videos vorstellt!
Autofahren macht manchmal Freude, oftmals aber ist es schlichtweg notwendig. Wer aber wegen der CO2 Bilanz seines Fahrzeuges zuweilen ein schlechtes Gewissen bekommt, kann das jetzt ändern und sein Auto CO2 neutral “freikaufen”. Das ist billiger als man denkt und geht ziemlich einfach: man erkundet den Verbrauch und die gefahrenen Jahreskilometer, gibt diese in einen Online-Umrechner z.B. von ecogood ein, erfährt sofort den Preis der ausgerechneten Co2-Kompensation, bezahlt und bekommt eine schöne Vignette.
Wer z.B. im Jahr etwa 7.000 km mit dem Auto fährt, dabei 7,5 Liter durchschnittlich an Benzin auf 100 Kilometer verbraucht hat einen Kompensationspreis von nur rund 30,74 Euro/Jahr zu bezahlen. Ein Fahrzeug, dass mit 12 Litern Verbrauch 22.000 im Jahr bewegt wird, sollte 146 Euro im Jahr bezahlen wollen. Also - alles gar nicht so tragisch, wenn man der Umwelt - und damit sich selbst - wirklich helfen will!
Das eingezahlte Geld geht an Organisationen, die sich in unterschiedlichsten Projekten wieder für die Umwelt einsetzen…
Wer was macht und wo genau das geschieht, erfährt man auch auf der schönen ecogood Homepage. So einfach? Im Prinzip ja, denn genau diese Vorgehensweise wenden z.B. auch die großen Industrie-Saubären an, die sich dann mit Emissionsscheinen von ihren Tonnenlasten öffentlicher Verschmutzung rein waschen können. Aber auch Stadtwerke, die jetzt ganz plötzlich auf ausschließlich grünen Strom umstellen wollen, zaubern den natürlich nicht aus der alten Steckdose, sondern “tauschen” den Dreckschleuderstrom aus AKWs oder Braunkohlekraftwerken quasi virtuell gegen sauberen Strom, indem sie sich mit entsprechenden Geldmitteln an sauberen Energiegewinnungsanlagen beteiligen. Emissionshandel - nennt man diesen Vorgang, der seit 2005 für Großunternehmen gesetzlich vorgeschrieben ist.
Man selbst kann bei ecogood auf diese Weise übrigens auch noch den Seelendruck von seinen unnötigen Flügen nach Mallorca bereinigen oder überhaupt seinen persönlichen Co2 Fussabdruck ausrechnen. Eine gute Sache, wie ich finde, wenn es denn auch alle Betroffenen tun würden…
Weitere Infos und viel Lesenswertes gibt es noch auf dem Blog und der Homepage von Ecogood >> [hier]
Ecogood - das sind übrigens 5 junge Leute aus Berlin, die sich seit Juni 2010 in den Kopf gesetzt haben, Menschen, die etwas verändern wollen, zu zeigen, wie das geht - mit nützlichen Tipps. Also schauen Sie mal vorbei. Sie können bares Geld sparen…
Ja, das sind Geschichten, die das Leben schreibt und die den Menschen Freude machen: Zwei junge Studenten sitzen in der Küche ihrer schwäbischen Wohngemeinschaft und tüfteln. Beide sind Weintrinker, genießen aber gerne die beliebte Weinschorle. Den Mix aber händisch immer gleichmäßig hinzubekommen, z.B. für größere Mengen auf Feten, gelingt nicht immer, also wird kurzerhand selbst produziert…
“Wir wollten von Anfang an ein einfaches, ehrliches und authentisches Produkt machen“, erklären Volker Netzhammer und Patrick Braun. „Für ACHT GRAD wollten wir daher einen ganz besonderen Wein.“ Nach intensivem Suchen und Probieren fiel die Entscheidung auf einen fruchtigen, zitrus-aromatischen Bio-Chardonnay aus Italien. „Seine Frische und Spritzigkeit war genau das, was wir für unsere Weinschorle gesucht hatten.“ Auch in die Auswahl des richtigen Wassers hat das Duo viel Zeit investiert. Das Eiszeitwasser für ACHT GRAD stammt vom Fuße der Schwäbischen Alb und wird dort aus einer 400 Meter tiefen Quelle geschöpft, wo es seit über 10.000 Jahren durch mächtige Gesteinsschichten optimal vor äußeren Einflüssen geschützt ist. „Das Eiszeitwasser unterstreicht wunderbar den fruchtigen Charakter des Chardonnays und war daher für ACHT GRAD die perfekte Wahl.“
Mit ACHT GRAD wird die Weinschorle tanzflächen- und clubtauglich und bietet eine stilvolle grüne Alternative zu diversen Biermixgetränken und Alkopops. Grün und stilvoll deshalb, weil ACHT GRAD frei von jeglichen Zusätzen ist und nur aus Bio-Wein und Wasser besteht. ACHT GRAD ist in ausgewählten Clubs, Lifestyleshops und Bio-Märkten oder direkt über die megaschöne Homepage erhältlich.
Es gibt sie noch, die Menschen und Unternehmer, die tatsächlich zu ihrem Wort stehen. Erinnern Sie sich: Im Dezember hatte ich bereits über Caleb´s Hill geschrieben, 2 junge Männer, die den Markt der Badtextilien aufmischen wollten - mit guten Preisen und nachhaltiger Qualität. Damals hatten sie versprochen, von jedem verkauften Produkt, einen Teil des Gewinns in Hilfsprojekte zu stecken…
Es ist zweifellos der aufregendste Moment in der kurzen Geschichte von Caleb’s Hill: die erste Hilfsaktion im Rahmen ihres 1zu1-Versprechens! “Es ist ein unglaublicher Kick, die Bilder zu sehen - sie belohnen uns für die Mühen der letzten Monate”, sagt André Hintsches, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer von Caleb´s Hill, den wunderbaren Handtuchmachern aus Braunschweig.
“Wir haben uns für die Hilfsaktion eine entlegene Region auf der Welt ausgesucht, wo sich normalerweise selten ein Westeuropäer hin verirrt: die Region Uttarakhand in Indien! Zusammen mit der Partnerhilfsorganisation Kinderhilfswerk - Global Care haben wir den Ärmsten der Armen in den Slums der Provinzhauptstadt Dehradun geholfen“.
Ich freue mich sehr darüber, ein wirklich gutes Engagement und wünsche den beiden noch viele Kunden und gute Hilfsprojekte. Wer mehr darüber erfahren will geht auf die schöne Homepage >> [hier].
In den letzten Tagen mehren sich die Hinweise, dass überängstliche Deutsche bereits mit Vorratshaltungen von Geigerzählern oder Jobtabletten beginnen und der Kauf von Frischfisch zurückgegangen sei.
Für derartige Verhaltensweisen gibt es keinerlei Anlass - bleiben Sie aber kritisch bei Fisch aus asiatischen Aquakulturen!
01_Japan ist nicht Russland! Beim Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986, trennten uns nur 1.365 km vom Reaktor, Japan liegt aber mehr als das 6,5-fache entfernt, nämlich über 9.000 km.
02_Den Kauf von Geigerzählern können Sie sich sparen! Einmal sind die Dinger teuer - sie kosten für den Privatnutzer zwischen 300 und 500 Euro! Aber der Kauf ist völlig überflüssig, denn seit Tschernobyl ist Deutschland unter ständiger Kontrolle von IMIS. Aufgabe von IMIS ist es, die Umwelt kontinuierlich zu überwachen, um bereits geringfügige Änderungen der Umweltradioaktivität flächendeckend schnell und zuverlässig erkennen sowie langfristige Trends erfassen zu können. An diesem Routinemessprogramm zur Überwachung der Umwelt sind mehr als 60 Laboratorien in Bund und Ländern beteiligt. Im Routinebetrieb werden bundesweit mehr als 10.000 Einzelmessungen pro Jahr in Luft, Wasser, Boden, Nahrungs- und Futtermittel durchgeführt.
03_Jodhamsterkäufe sind nicht nur unsinnig, sondern auch schädlich. Deutsche Apotheken verzeichnen eine starke Nachfrage nach Jodtabletten, weil viele Bundesbürger sich bereits jetzt vor Strahlenschäden schützen wollen – egal, ob durch Fallout aus Japan oder einen Reaktorunfall in Europa. „Völliger Unsinn“, erklärt Edmund Lengfelder, Strahlenbiologe und Leiter des Otto-Hug-Strahleninstituts. Denn die in Apotheken und Drogerien verkauften Jodprodukte enthalten nur 100 bis 150 Mikrogramm des Spurenelements. Die medizinisch wirksame Dosis zur Jodblockade der Schilddrüse beträgt jedoch 50 bis 100 Milligramm, also das Tausendfache. Experten raten ausdrücklich von einem solchen Schritt ab, da sich dadurch das Risiko für Schilddrüsenerkrankungen sogar erhöhen kann. Nur eine radioaktive Wolke direkt über Deutschland würde die Einnahme von hochdosierten Jodpräparaten rechtfertigen!
04_Genießen Sie weiterhin frischen Fisch aus dem Atlantik! Abgesehen von dem, von mir verfluchten Pangasius, der allüberall angeboten wird und der lediglich aus verdreckten, verschlammten, mit Kot, Bakterien und Medikamenten verseuchten Aquakulturen aus Vietnam stammt, sollten Sie jeden weiteren Frischfisch, natürlich mit der üblichen Skepsis, verzehren können, wenn er aus dem Atlantik stammt. Der größte Prozentsatz des weltweiten echten Fischfanges stammt nämlich aus dem Atlantik und NICHT aus dem Pazifik, an dem Japan liegt. Allerdings ist ja wegen weltweiter Überfischung, der Fang auf normale Art drastisch zurückgegangen und der Bedarf durch Fischzuchten (Aquakulturen) ersetzt worden, weshalb mittlerweile die VR China über 80% aller Aquakulturerzeugnisse liefert. China aber ist ein direkter Nachbar von Japan - Zweifel sind also durchaus angebracht!
Das grausame Unglück in Japan sollte uns daran erinnern, dankbar zu sein, auch für das Privileg halbwegs friedlich in Europa leben zu dürfen. Trotz Unglücken, privatem Schicksal, Arbeitslosigkeit und Hartz IV, oder schlimmen Krankheiten - Erdbeben, Hochwasserkatastrophen, Hungersnöte oder Krieg in vergleichbarem Ausmass mit Tausenden von Toten gibt es bei uns nicht. Im Rest der Welt geschehen sie aber fast täglich.
Nicht immer können wir helfen oder Schicksale ändern, umso mehr ist es eine menschliche Pflicht, friedliches Leben zu wertschätzen und Demut zu zeigen. Und unser Leben in der Form wie wir es kennen, nicht als grundsätzlich normal anzusehen, sondern täglich unendlich dafür dankbar zu sein. Wie Japan zeigt, kann Leben auch in einem reichen Land, in Minuten vorbei sein. Die Flut und die sich abzeichnende Atomkatastrophe, wird mit Sicherheit das Leben für viele Jahre einschneidend verändern.
Aber für die Bewahrung des Friedens in jeder Form und die Erkenntnis, dass wir alle irgendwie miteinander verbunden sind - dafür kann jeder einzelne jeden Tag etwas tun. Wieviel mehr könnten wir tun, um der Weltseele Frieden zu geben, wenn wir enger zusammenrücken würden. Wieviel mehr könnten wir erreichen, wenn wir schon in der Familie, bei Nachbarn und Kollegen, bei Freunden und Fremden wertschätzend beginnen würden. Wieviel mehr könnte sich diese, unsere Welt positiv verändern, wenn auch Politiker und Industrieführer endlich Wertschätzung in ihr Gedankengut aufnehmen würden…
Wir armen Bio-Würstchen aus der “Provinz Deutschland minus Berlin” schauen wieder einmal mit nachhaltig triefenden Kulleraugen in unsere kreative Hauptstadt: Im Dezember letzten Jahres haben dort drei junge Männer (Dorian Cantzen, Gernot Kieseritzky, Johannes Müller) LokalFairKauf ins Bioleben gerufen und präsentieren Berliner Unternehmen in einem Branchenbuch, die sich mit einem Ethik-Kodex verpflichten soziale und ökologische Mindeststandards zu erfüllen. Für die Nutzer der Seite wird damit auch das gesellschaftliche Engagement der Unternehmen durch fest definierte Kriterien sichtbar.
Damit haben Berliner Verbraucher die Möglichkeit, das Engagement von zunächst 60 lokalen kleinen und mittelgroßen Unternehmen abzurufen. Nur so können die besseren Unternehmen durch die Konsumentscheidungen gestärkt werden. Nach innen bietet LokalFairKauf den eingetragenen Unternehmen ein Netzwerk gleichgesinnter Unternehmer.
Meine Meinung: Kölner haben mindestens eine so große Schnauze wie Berliner und deswegen dachte ich im ersten Moment “die sind bekloppt und bauen 2011 ein Branchenbuch”, wie retrospektiv ist dass denn?? Ich selbst habe wahrscheinlich seit 20 Jahren “die traditionell Gelblichen Seiten” nicht mehr angefasst. Aber, wer lesen kann ist klar im Vorteil, hier gehts nicht nur um Ökosiegel und Fairtrade, sondern hier wird der Hintergrund beleuchtet - und das ist - gerade in heutiger Zeit - genial!
So finden Sie hier z.B. Bioläden, Friseure oder Restaurants, die allen Mitarbeitern mindestens einen Bruttostundenlohn von 7,50 Euro zahlen, Praktika tatsächlich finanziell honorieren und Rechnungen von Lieferanten fristgerecht ausgleichen. Oder Sie suchen und finden umweltfreundliche und kinderfreundliche Rechtsanwälte, Designer oder Unternehmensberater (Büroräume mit Ökostrom, eingerichtete Kinderspielecke etc). Auch Softwareunternehmen, die spenden und auf Gleichberechtigung achten, können hier ebenso mühelos gefunden werden, wie viele Unternehmen mit anderen, wertvollen Grundsätzen, die menschliches Miteinander überhaupt erst ausmachen. Anders ausgedrückt, was mein Lieblingsfeind “Josef Ackermann mit seiner Deutschbank nie hatte“, findet sich hier gleich 60 mal; moderne Unternehmensethik in KMUs [Klein- u. Mittelstandsbetriebe].
Grundsätzlich geht es um “anderes Wirtschaften”, um Unternehmer nämlich, die ihren ökonomischen Erfolg nicht gegen die eigenen Mitarbeiter, die Gesellschaft oder die Umwelt durchsetzen, sondern mit ihnen und für uns alle.
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