Archiv für die ‘Menschen’ Kategorie
Freitag, 10. April 2009

Wir leben offenbar in einer Zeit, in der man vielen Menschen das Einfachste neu erklären muß. Ich habe gestern in einer TV Umfrage verfolgen können, dass von 20 spontan Befragten nur 2 Menschen (!) die tatsächliche Bedeutung von Ostern nennen konnten.
Deshalb gern noch mal zur Sicherheit: Heute am Karfreitag ist Jesus gestorben. An Ostersonntag ist er auferstanden. Der Osterhase und seine bunten Eier haben eigentlich damit überhaupt gar nichts zu tun!
Laut Wikipedia feierten Neuheiden Ostern als Ostara-Fest nach der altgermanischen Göttin Ostara, als deren Symbole sie Osterei und Osterhase angaben. Diese Fruchtbarkeitssymbole sind als Osterbräuche im deutschen Sprachraum jedoch erst seit dem 17. Jahrhundert belegt. Ein Hase als Ostersymbol ist in christlichen Quellen aus Südosteuropa seit der Spätantike belegt; seine Herkunft aus einem germanischen Frühlingskult ist unbelegt.
Egal ob Sie an Gott glauben oder nicht - dieser Tag ist jedenfalls ein guter Tag zum Nachdenken.
Abb.: Mathis Gothart Grünewald | Der Isenheimer Altar
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Lohas Beitrag Bizzlounge #031/2009 © muellerkonzept
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Freitag, 3. April 2009

Der klinische, Schweizer Psychologe Dr. Hans-Peter Zimmermann hat schon eine ungewöhnliche Sicht auf die Welt und das ist gut so. Seit vielen Jahren ist er sehr erfolgreich unterwegs, als Autor und Unternehmensberater, vorwiegend für andere Coaches und heilende Berufe, aber auch für den Mittelstand und Kleinbetriebe…
Seit einiger Zeit nutzt er auch Video Podcasts als Kommunikationsmittel und nimmt diese auf, während er tatsächlich im Auto unterwegs ist, privat oder zu Seminaren. Eine gute Idee, wie ich finde, denn viele von uns kennen das: im Auto kommen häufig gute Ideen und eine bessere Möglichkeit die ansonsten vergeudete Zeit der Fortbewegung von A nach B sinnvoll zu nutzen gibt es kaum. Zudem ein gutes Instrument des Selbstmarketing.
Im Beispiel “HPZ unterwegs: Route Nr. 8″ erzählte er uns, welche Chancen in einem Krankheitsschicksal stecken, ob seelischer oder körperlicher Natur. Er bezieht Partei für jene “Heiler”, die sagen, Du bist noch nicht bereit Deine “Krankheit” zu heilen, also lasse ich sie Dir, denn Dein (noch) Nichtbereitsein, ist auch ein Grundrecht. Er spricht damit natürlich nicht gegen Hilfeleistung, aber deutlich gegen jede Art von übertriebenem Helfersyndrom. Schließlich, so Zimmermann, steckt in jedem Krankheitsschicksal die Chance auf eine neue Reise zu sich selbst.
Und tatsächlich sehe ich das genauso. Jeder Schicksalsschlag kann eine Heilung sein, denn man wurde aus seiner üblichen Bahn geworfen und muß nach anderen Wegen, nach neuen Türen suchen. Wir Menschen sind doch oftmals so, dass, wenn alles irgendwie “glatt läuft”, kaum einer auf die Idee käme, sein Leben neu zu überdenken. “Never change a winning team” wurde uns seit Urzeiten in Marketingvorträgen eingehämmert. Erst Verlust oder Schicksalsschläge ermuntern oder zwingen uns neue Pfade zu entdecken. Ein oftmals reinigender Prozess.
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern, die vielleicht traurig oder enttäuscht, verletzt oder deprimiert ins Osterfest 2009 reisen, die Kraft in sich zu erkennen, Veränderungen auch anzunehmen. Dem was Sie loslassen, folgt sehr häufig Besseres! Ich spreche da voll aus eigener Erfahrung.
Zum HPZ Power Blog mit den Podcasts 1-10 von Dr. Zimmermann gehts hier, Sie werden dann feststellen, dass er aus technischen Gründen seit Januar einen zweiten Blog betreibt, wohin Sie dort umgeleitet werden.
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Lohas Beitrag Bizzlounge #029/2009 © muellerkonzept
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Freitag, 27. März 2009
Ja, wir Kölner übertreiben manchmal sehr gerne. Besonders, wenn es um unsere Stadt geht. Aber das stimmt tatsächlich, seit 2005 gibt es in Köln den nördlichsten, hier gewachsenen Olivenhain Europas, vermutlich sogar der ganzen Welt…
Aber zurück: Auf die völlig bekloppte Stammtisch Idee kam 1995 das Ehepaar Bettina und Stephan Marzak und gründeten die kleine Olivenöl-Versand-Firma “Olive e Più“. Dort gibts tolle Öle, Schokoladen Spezialitäten und viele andere Leckereien, häufig in Bio Qualität und nachhaltig produziert. Seit 1997 stehen aber vor den Geschäftsräumen in Köln-Neu-Ehrenfeld Olivenbäume in Kübeln. Jährlich kommen nicht nur neue Bäume sondern auch spezielles Know-How aus italienischer Fachliteratur, dem angezapften Wissen italienischer Geschäftspartner sowie Learning by doing hinzu.
Die milden Winter der Kölner Bucht schaden den Kübel-Pflanzen nicht. Die ersten Bäume werden an die begeisterte Kundschaft aus dem Großraum Köln verkauft. Ab 1999 werden die alljährlichen Lieferungen im Frühjahr umfangreicher und für die kölschen Olivenbäume (schlank aber bis zu 180 cm lang) wird eine perfekte Versandverpackung ausgetüftelt. Die Olivenbäume werden in den Katalog 1999/2000 aufgenommen und bundesweit verschickt.
Aber der Clou, die Marzaks wollten endlich auch selber pflanzen: Im Frühjahr 2005 gings dann tatsächlich los und erste Eigenimporte werden auf dem Testacker einer befreundeten Baumschule in Pulheim (ein paar Meter von Köln weg) angepflanzt. Und - es klappte tatsächlich, auch diese Bäume überleben unsere Winter.
Und so gings im Affenzahn weiter:
April 2008: Umzug des Olive e Più-Olivenhains nach Köln-Widdersdorf auf das Gelände der Mediterranen Baumschule LA CAVA, Erweiterung der gesamten Anbaufläche auf über 170 Bäume und 2.200 m².
Juni 2008: über 5.100 Besucher beim 3. Olivenblütenfest, Präsentation der ersten verzehrfertigen Rheinischen Tafeloliven aus der ersten eigenen Ernte.
Das Programm umfasst Olivenöle, Essige, in Öl eingelegte Gemüse, Saucen, Pasta, Reis, Kaffee, Marmeladen, Trüffelzubereitungen und viele andere regionale Erzeugnisse aus Italien. Zum Konzept gehören der Direkteinkauf bei den Produzenten und ein transparenter Direktvertrieb an den Endverbraucher. So können interessante, regionale Spezialitäten zu fairen Preisen angeboten werden. Olive e Più arbeitet mit kleineren, familiär geführten Erzeugerbetrieben zusammen. Viele gehören mittlerweile zu den namhaften und international renommierten Produzenten. Einer der Schwerpunkte gilt den nativen Olivenölen. In Deutschland gehört Olive e Più seit Jahren zu den führenden Fachgeschäften in diesem Bereich.
Und wer jetzt Lust bekommen hat, findet auf der Homepage weitere Details, Bestellmöglichkeiten online und Hinweise zu den nächsten Ölivenblütenfesten hier <<<
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Lohas Beitrag Bizzlounge #026/2009 © muellerkonzept
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Mittwoch, 25. März 2009

“Es ist doch manchmal wirklich pervers: Das Benzin kann gar nicht so teuer sein, das der Großteil der Menschen darauf verzichten würde, zu fahren. Aber Lebensmittel dürfen nicht viel kosten - ob der Bauer vernünftig entlohnt wird, oder Tiere anständig behandelt werden - das interessiert die meisten nicht. An der Wand muss ein riesiger Flachbildschirm hängen, aber das Pfund Kaffee darf nicht 50 Cent teurer sein, selbst wenn damit die Ausbeutung in der dritten Welt unterbunden werden könnte. Drei Handys liegen in der Wohnung rum, aber jeden Tag muss billiges Fleisch auf den Tisch…”
Soweit die engagierte Meinung von Patrick Bolk (Text) und Sandra König (Grafik), zwei hungrige Jung-Berliner Autoren, die jetzt das brandneue Buch „Berlin isst Bio – Ein Reiseführer durch die Berliner Gastronomieszene“ ablieferten, mit über 100 Tipps für den bewussten kulinarischen Genuss. Die Auswahl ist so vielfältig, dass von der Currywurst-Bude über Bio-Buffet und Bio-Eisdiele bis hin zum gehobenen Restaurant garantiert für jeden Geschmack etwas dabei ist. Nach Stadtbezirken geordnet bietet das Büchlein jeweils einen Kartenteil, verrät im Top-Tipp die Lieblingsplätze der Autoren und gibt konkrete Empfehlungen für Gaumen und Geldbeutel.
Dazu gibts eine geschmackvolle Homepage (hier) und natürlich einen passenden Blog (hier) mit vielen anregenden Tipps und Fotos. Das Buch ist überall im Handel und kostet schlappe 8,90 Euro.
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Lohas Beitrag Bizzlounge #025/2009 © muellerkonzept
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Montag, 23. März 2009

Die beiden Kölner Design-Studenten Marcel Krings und Sebastian Mühlhäuser hatten eine wunderbare Idee: Alles was der junge Mensch zum Umzug braucht, sollte auf eine Europalette passen.
Heraus kam die Wohnkiste Casulo, die in sieben Minuten ohne Werkzeug aufzubauen, das nachfolgend abgebildete Zimmer zum Vorschein bringt: Bett, Schrank, Schreibtisch, Stuhl, Hocker, Regal und 3 kleinere Container.

Näheres und Kontakt auf der Casulo Homepage der beiden Erfinder hier <<<
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Lohas Beitrag Bizzlounge #024/2009 © muellerkonzept
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Samstag, 7. März 2009

Vor einigen Wochen berichtete ich über den ungewöhnlichen Personalentwickler Michael R. Fode, aus Würzburg - Freund und Begleiter in manchen von mir belegten Seminaren. Der hatte ja ein unglaubliches Ziel erreicht und bestieg im Januar den höchsten Berg Südamerikas, den Aconcagua mit gut 7000 Metern. (zu seinem Blog hier <<< )
Der spektakuläre Nebeneffekt aber war - Michael wäre sonst nicht Michael - diese persönliche Herausforderung mit einem gemeinschaftlichen Nutzen zu verbinden. Er sammelte Spenden für jeden erklommenen Höhenmeter, um sie dem Verein “Dunkelziffer e.V.” zukommen zu lassen.
Dunkelziffer kümmert sich um das Thema “Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder”. Ein fürchterliches Thema, leider viel zu oft aus Scham und falscher Zurückhaltung häufig zum Tabu erklärt. Statistiken sprechen von 20.000 Kindern in jedem Jahr in Deutschland, die diese grausamen Erfahrungen in ihrem jungen Leben durch Vater, Großvater, Mutter oder andere “Bekannte” erleiden mußten. Oftmals jahrelang! Mir selbst sind zwei Menschen bekannt, die dieses Martyrium über 10 Jahre erleiden mußten und erst heute, als Erwachsene darüber reden können.
Dunkelziffer finanziert sich allein aus Spenden und Bußgeldern und kann mit dieser erstaunlichen Summe von 27.000 Euro wieder eine Menge bewegen! Spenden können Sie natürlich auch weiterhin auf der Homepage von Dunkelziffer hier <<<
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Lohas Beitrag Bizzlounge #020/2009 © muellerkonzept
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Mittwoch, 4. März 2009
Manchmal ist es gut, auch im Tagesgeschäft kurz inne zuhalten und über sich selbst und die eigene Situation nachzudenken. Dazu sammele ich mir gelegentlich kleine Texte, wie den folgenden. Es würde mich freuen, wenn Sie ihn mit mir teilen wollen…
“Wir haben grössere Häuser,
aber kleinere Familien,
mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit,
mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen,
mehr Experten, aber grössere Probleme.
Wir rauchen und trinken zu viel,
lachen wenig, fahren zu schnell,
regen uns unnötig auf,
sehen zu lange fern, stehen zu müde auf,
lesen wenig, denken selten vor,
halten keine Zwiesprache mehr.
Wir haben unseren Besitz vervielfacht,
aber unsere Welt reduziert.
Wir wissen, wie man den Lebensunterhalt
verdient, aber nicht wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt,
aber können wir den Jahren auch Leben geben?
Wir kommen zum Mond,
aber nicht mehr zu der Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert,
aber nicht den Raum in uns gefüllt.
Wir können Atome spalten,
aber nicht unsere Vorurteile.
Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas darzustellen als zu sein.
Wo moderne Technik einen Text wie diesen
in Windeseile in alle Welt tragen kann
und wo Sie die Wahl haben:
Etwas zu ändern,
oder diesen Text ganz schnell zu vergessen.”
(Quelle: Helene Stoll, Hospiz-Zeitschrift DER WEGBEGLEITER)
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Lohas Beitrag Bizzlounge #019/2009 © muellerkonzept
Payed Photo Fotolia
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Mittwoch, 18. Februar 2009

Belgien hat gerade die erste Öko-Antarktis-Forschungsstation eröffnet. Die Kosten belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro. Die neue Station “Prinzessin Elisabeth” soll 25 Jahre genutzt werden und Wissenschaftler wollen hier unter anderem die Entwicklung des globalen Klimas untersuchen. Die Station soll dabei Vorbild für eine nationale Energiewende in Belgien werden.
Die Station kommt völlig ohne Diesel-Generatoren aus und kann jeden anfallenden Abfall recyclen. Gut und wichtig, denn in der fragilen Umwelt der Antarktis brauchen selbst organische Abfälle Jahre um abgebaut zu werden. Die Station verfügt über ein Wind- und Solarkraftwerk und für die Wärme im Inneren der Station sorgt eine mit Ökostrom betriebene Elektroheizung.
Der Kontinent Antarktika ist übrigens 37 mal so groß wie die Bundesrepublik oder 1,5 mal größer als Europa. An den schlimmsten Tagen sind minus 90 Grad Celsius keine Seltenheit. Dadurch sind die Eisdecken durchschnittlich 2100 Meter dick, an vielen Stellen aber bis 4700 Meter, was Antarktika wissenschaftlich zum höchsten Kontinent der Erde macht - denn es handelt sich ja nicht um Berge, sondern um (wenn auch gefrorene) riesige, zusammenhängende Landflächen.
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Lohas Beitrag Bizzlounge #013/2009 © muellerkonzept
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Donnerstag, 29. Januar 2009

4 Studenten der Studiengänge Multimedia und Kommunikationsdesign (Josef Buchner, Janine Ilg, Johannes Berner und Tom Kohlbauer), die sich aus Überzeugung dem Themenfeld Nachhaltigkeit, Ökologie und Ethik verschrieben haben, bildeten ein Team und beschlossen einen Film zu machen. Und der ist ihnen gelungen. Sie sollten sich die vier Minuten gönnen und ihn anschauen…
Kurzbeschreibung: “Ein Ehepaar in seinem Schrebergarten beginnt zu philosophieren: woher kommen eigentlich die ganzen Dinge um uns herum? Ausgehend vom elektrischen Hähnchengrill verfolgen wir mit ihnen die verschiedenen Produktions- und Wirkungsketten von alltäglichen Produkten zurück. Der vierminütige Film “Unsere kleine Welt” verdeutlicht auf rasante und ironische Art den hohen Vernetzungsgrad unserer Welt sowie unsere Rolle darin. Auf unterhaltsame, undogmatische Weise regt er an, Möglichkeiten für nachhaltiges Handeln zu suchen.”
Den Film kann man direkt auf der Originalwebsite ohne weiteres Procedere anschauen hier <<<
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Lohas Beitrag Bizzlounge 07/09 © muellerkonzept
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Montag, 26. Januar 2009

Hamoun Kamai, (24), lebt in Pforzheim. Ein sympathischer junger Mann. Geboren wurde er 1985 in Teheran/Iran und kam als Kind mit seiner Familie nach Deutschland. Längst ist er deutscher Staatsbürger und, seit einem unverschuldeten Autounfall im Jahr 2004 Tetraplegiker, also vom Hals an abwärts gelähmt. Nichts bewegt sich, außer dem Kopf. Aber den benutzt er grandios!
2006 hat Hamoun, nach tiefen Depressionen beschlossen, sein Leben nicht aufzugeben, sondern für sich in der Krise die Chance zu sehen. Er gründete die Stand Up Initiative und wurde Geschäftsführer der Stand Up gemeinnützige GmbH. Damit will er aufklären und Geld sammeln, für vielerlei Projekte, die anderen Querschnittgelähmten helfen sollen.
Jürgen Heinz, aktiver Blogger und Geschäftsführer der internationalen Schmuckfirma TeNo, ebenfalls aus Pforzheim, hat gute Kontakte zu Hamoun. Nun könnte so eine erfolgreiche Firma sicherlich einfach mal eine größere Summe spenden, aber Jürgen machte daraus eine grandiose Blogger-Spenden-Idee, von der Viele profitieren, indem sie einfach mitmachen:
Die Aktion: Der TeNo Blog will zu einem bestimmten Beitrag die meisten Kommentare, die je ein Blogposting hatte. Die Latte liegt hoch - als Beispiel wurde Robert Basics berühmtes Basic Thinking Blog angeführt, der mit Verkauf seines Blogs rund 450 Abschiedskommentare vermelden konnte. TeNo will mehr: Avisiert sind rund 1250 Kommentare für die TeNo je 2.00 Euro zu Hamouns guter Sache beisteuern will.
Fazit: So kommt nicht nur ein gutes Sümmchen für Hamouns Stand-Up-Initiative zusammen, sondern die Menschheit erfährt mehr über Querschnittlähmung, ihre Folgen und die Menschen, die es betroffen hat. Eine beachtenswerte, lebensbejahende Lektion über Freundschaft und Hoffnung. Abgesehen davon, dass diese Aktion auch noch Spaß macht, lernen wir alle davon, dankbar zu sein, das wir gesund sein dürfen und das es niemals einen Grund geben darf, sein Leben aufzugeben! Und wir lernen wieder einmal, dass bestimmte Schicksalsschläge jeden treffen können und auch diese “betroffenen” Menschen gerne leben wollen, wenn wir als Gemeinschaft ihnen die gleichberechtigte Chance ganz selbstverständlich dazu geben.
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Lohas Beitrag Bizzlounge 06/09 © muellerkonzept
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