Archiv für die ‘Wissen’ Kategorie
Samstag, 16. Mai 2009

Es gab ja schon viele Versuche, grünes, nachhaltiges und wertschätzendes Gedankengut unters lebensbewußte Volk zu bringen. Man denke nur an IVY World von Burda, die völlig unverständlich schon nach einer Ausgabe aufgaben. Oder andere, die ich auch hier vorgestellt habe, von denen man aber nie so genau weiß, ob sie nun da sind oder nicht. Aber jetzt kommt der Knaller und ausgerechnet in Köln…
Brandneu aus dem Hause Aulis Consult Hamburg und mit dem Chefredakteur Dr. Jan Kurz kommt ein bereits bewährter Feldversuch, gestartet im November 08 mit natürlichHamburg und natürlichMünchen, mit erster Ausgabe nun auch nach Köln, in unsere großartige Stadt der Lebendigkeit: natürlichKÖLN.

Dr. Jan Kurz war so freundlich und hat mich vorweg hinter die Kulissen blicken lassen, das schwere Heft (gut 90 Seiten) kommt erst am 28. Mai 2009 in den Verkauf. Aber das Warten lohnt!
Es ist ein echter, “grüner Knaller” - aber so bunt, dass Jeder seine Farbe finden wird!

Prall voll mit feinster Grafik und sehr abwechslungsreichen Inhalten, die jeden Köln-Fan der wertschätzend unterwegs ist, begeistern wird. Neue Lokale (einige kennen meine Leser schon von mir) und Kneipen, Manufakturen und besondere Geschäfte, Hintergründe zu Bio-Einkaufsstätten und aktuelle Lifestyle Erlebnisstories - an alles wurde gedacht! Mit vielen Adressen und Tipps, auch überregionale (ich hab irgendwo sogar das Wort Düsseldorf gelesen). Nicht abgehoben und überhaupt gar nicht verstaubt - frisch wie das Leben mit Lohas, den Kulturell Kreativen.

Mein Urteil: Ich kann das Magazin als Designer, als Texter und als wertschätzender Kölner, der an Lohas glaubt, wärmstens empfehlen. Freuen Sie sich auf den 28. Mai, dann können Sie für 4,90 Euro fast neunzig Seiten Köln kennenlernen, die Sie garantiert noch nicht kannten. Und natürlich auch weiterhin über München und Hamburg Gutes erfahren…
Oder günstig im Abo: 4x natürlichKöln frei Haus für schlappe 15 Euro!
Im Zeitschriftenhandel oder direkt über die Homepage hier bestellen!
Bleiben Sie wertschätzend auch in Köln: Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #045/2009 © muellerkonzept
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Mittwoch, 13. Mai 2009

Dr. Michael Gerharz ist Der Präsentationscoach. Sein Spezialgebiet sind wirklich interessante und begeisternde Powerpoint Präsentationen (PPP).
Jeder Mensch glaubt sie zu kennen und leider glaubt jeder Mensch auch, sie gut zu machen. Dabei, wie Jedermann selbst weiß, werden wir als Zuhörer immer noch überwiegend mit langweiligen Fakten in viel zu großer Menge und zu schneller Zeit “zugeballert”. Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte - diesen Satz kennt jeder und negiert ihn dennoch wo er nur kann. Stattdessen werden alle Hoffnungen auf Textinhalt, positive Zahlen und die moderne Technik übertragen: Fliegende Headlines werden es schon richten. Falsch!
Dr. Gerharz wurde unlängst von einem Kunden befragt, wie sich die Problematik der steigenden Wasserversorgung in Megastädten überzeugend präsentieren ließe. Fakten allein, rütteln heute Menschen aus ihrer Abgestumpftheit nämlich nicht mehr auf. Man muß das Problem so in den Vortragsraum bringen, als ob die Zuhörer selbst vor Ort gewesen wären.
Also nimmt Dr. Gerharz das Auditorium an die Hand und führt sie direkt nach Bangkok:

Und das geht schon unter die Haut, oder? Natürlich folgen Folien mit mehr Fakten. Aber es geht darum, das Publikum zunächst auf das Hauptanliegen mental einzustimmen. Und das funktioniert mit einigen Tricks und etwas mehr Nachdenken überall und für jede Branche.
Zum schönen und informativen Blog “Überzeugend Präsentieren” geht es hier <<<
Übrigens finden Sie auf seinem Blog sehr viele Tipps und Downloads als Inspiration für die eigene Arbeit. Besser für ihn wäre natürlich, Sie würden in beauftragen, als Coach oder als Vortragsredner.
Kontaktdaten:
Dr. Michael Gerharz
Kantstr. 12
53842 Troisdorf
Telefon: 02241-1689874
E-Mail: info@michaelgerharz.com
Bleiben Sie wertschätzend: Det Mueller
Bizzlounge Lohas Beitrag #044/2009 © muellerkonzept
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Donnerstag, 7. Mai 2009

Eine gute Nachricht: “Aus Sicht des Maschinen- und Anlagenbaus gibt es für Technologien zum Schutz von Klima und Umwelt, zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie zur effizienten Energienutzung sehr gute Zukunftschancen…
Nachhaltige Energiegewinnung und deren effiziente Nutzung scheint nicht nur der Retter für die Umwelt zu sein, sondern auch für den Maschinen- und Anlagenbau – und das staatlich garantiert. Denn das erneuerbare Energiengesetz und der Ausstieg aus dem Atomstrom geben die Richtung eindeutig vor: die Stromproduktion soll sich deutlich in Richtung erneuerbarer Energien entwickeln.”
Der Strom, der aus unseren Steckdosen kommt, ist ein Mix aus unterschiedlichen Quellen. Er setzt sich zu jeweils 23 Prozent aus Kernenergie, 20 Prozent Steinkohle, 15 Prozent Erneuerbare Energien, 13 Prozent Erdgas und sechs Prozent sonstige zusammen. Seit Jahren steigt der Anteil der erneuerbaren Energien, aus denen Strom erzeugt wird. Das sind Wind- und Wasserkraft sowie Bioenergie und Photovoltaik…
Job Details auf Monster.de hier
Bleiben Sie wertschätzend hoffnungsfroh: Det Mueller
Lohas Beitrag Bizzlounge #040/2009 © muellerkonzept
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Sonntag, 3. Mai 2009

Seit November 2008 ist Jigme Khesar Namgyel Wangchuck neuer König von Bhutan und mit 28 Jahren jüngster Monarch der Welt. Der Mann, der für ungeübte Augen ausschauen mag wie ein bunter Paradiesvogel, ist allerdings ausgezeichneter Oxford Absolvent und weiß genau, was in der Welt vor sich geht. Bhutan liegt mit 600.000 Bewohnern im Himalaya, zwischen China und Indien, überwiegend auf über 3.000 Metern. Dem Himmel sehr nah. Und die Menschen dort sind sehr glücklich!
Vielleicht liegt die Klarheit der Gedanken der Regierenden in dieser Hochlage begründet: Der neue König hat seinen Untertanen zugesagt, an der Philosophie seines 52-jährigen Vaters festzuhalten, nämlich das “Brutto-National-Glück” (bei uns Bruttosozialprodukt) zu mehren, anstatt sich um nüchterne Wirtschafts-Indikatoren zu kümmern. Und noch eine Neuerung war dem Vater versprochen: Im März wählten die Bhutanesen in den ersten demokratischen Wahlen ein neues Parlament und einen Regierungschef - der König bleibt oberster Repräsentant.
Was mich an dem Geschehen sehr fasziniert hat, ist das Denken dieser Menschen: Man stelle sich blos vor, Frau Merkel würde als neue Staatsmaxime das “Bruttoinlandsglück” festschreiben, vermutlich würde man sie ihres Amtes entheben. Dabei ist es genau das, was wir alle suchen, jeder auf seine Weise. Fürst Karma Ura, Leiter des Insitutes für Bhutan Studien brachte es auf den Punkt, warum die Suche nach dem Glück so einfach sei: Gute Politik und klare Werte! Und da sind sich die Bhutanesen so einig wie alle Lohas Befürworter: Wertschätzung, Dankbarkeit und Demut sind diese Werte. Er fügt noch hinzu: “Ich dachte die weltweite Krise zwingt die Regierenden zum Umdenken. Aber nein, als Stimulus bieten sie noch mehr Geld auf, für die selbe kranke Art des Wachstums. Wir hier machen das anders!”
Auch in unseren Reihen wird es Viele geben, die jetzt lächelnd denken, solche Dinge sind nur in exotischen Ländern zu finden und nicht übertragbar auf uns. Aber genau diese westlich arrogante Haltung ist jene, die uns auch auf Randgruppen oder Andersdenkende amüsiert herabschauen läßt und unseren Staat in grenzenlose Verschuldung geführt hat. Das Lachen bestimmter Bankmanager gilt hierfür als offizielles Symbol.
Wenn Sie meiner Meinung sind, habe ich eine Liebeserklärung an das persönliche Glück vorbereitet: In meiner T-Shirt Sammlung der Wertschätzung gibt es ab sofort zwei neue Motive. Aussage: “spirituell bereit fürs bruttoinlandsglück”
 
Beide kann man hier ganz leicht bestellen und der Welt zeigen, was man selbst denkt!
Bleiben Sie wertschätzend und stark: Ihr Det Mueller
Die Suche nach dem Glück: ZDF Video vom Beitrag 28.04.2009 unbedingt ansehen hier.
Wer lieber lesen will, bitte auf presse.com hier.
Foto oben: © REUTERS (Desmond Boylan)
Lohas Beitrag Bizzlounge #039/2009 © muellerkonzept
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Donnerstag, 30. April 2009
Das auch die Werbung sich ändert, in Zeiten von Lohas und Nachhaltigkeit - darüber hatte ich mehrfach berichtet und gezeigt, welche öffentlichen Möglichkeiten bestehen, Werbung “umweltschonend” und dennoch attraktiv unter das Volk zu bringen.
Aber auch die engagierte Kunst beschreitet neue Wege in dieser Richtung, entdeckt dabei wieder ihre eigentliche Aufgabe, durch Provokation zum Nachdenken anzuregen.

Der niederländische Künstler Henk Hofstra hatte vor genau einem Jahr eine ganz besondere Idee, die Züge des spirituellen Gesetzes der Anziehung (law of attraction; loa) mit einem sozialen Anliegen zu verbinden. Er verwandelte eine Hauptstraße in der friesischen Gemeinde Drachten visuell in ihren Urzustand. Er bemalte diese Straße - einen Kilometer lang und acht Meter breit - mit 4.000 Litern blauer Farbe…

Warum: Inmitten des blauen Bandes waren dann die Worte “Wasser ist Leben” zu lesen, was daran erinnern sollte, dass früher exakt im Verlauf der Straße ein wunderbarer Kanal zu finden war. Fließendes Wasser, mit beruhigenden Geräuschen, mit grüner Bepflanzung und mit tierischen Bewohnern.

Erst dachte Jedermann, mit Wasser sei der heutige Wert des Trinkwassers gemeint und es gab viele Diskussionen. Allmählich aber merkten die Menschen, welche Wirkung allein schon die Vision eines Kanals auf das Stadtleben hatte. So beschloss die Gemeinderegierung Ende des Jahres 2008, in den kommenden Jahren die vollständige Zerstörung der Straße und den Rückbau in einen großartigen Kanal. Wie geil ist das denn!!!
Eine wunderbare Idee - man sollte sie beobachten und am besten nachmachen!
Bleiben Sie wertschätzend: Det Mueller
Dank an Simone Düllman-Peckert (FID Verlag Bonn), treue Leserin meiner Beiträge für den schönen Hinweis!
Lohas Beitrag Bizzlounge #038/2009 © muellerkonzept
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Dienstag, 28. April 2009

Eine magische Zahl - was mag sie wohl bedeuten?
Die Initiative 350 ist eine internationale Anstrengung, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen und die Mächtigen dieser Welt zur UN - Konferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 dazu zu bewegen, die geeigneten Schritte gegen den Klimawandel einzuleiten.
350 Teilchen CO2 pro Million Teilchen (ppm=parts per million) dürfen laut einer Studie der führenden Klimaforscher der Welt in unserer Atmosphäre enthalten sein, damit das Klima unserer Erde annähernd gleich bleibt, der Klimawandel eingeschränkt und die Zivilisation, wie wir sie heute kennen, erhalten werden kann.
350 ppm wurde während der gesamten Existenz des Menschen auf dem Planeten Erde nicht überschritten - mit Ausnahme der letzten Jahrzehnte. Genau genommen war der Wert während dieser gesamten Zeitspanne relativ konstant bei 275 ppm. Erst in den letzten 200 Jahren begann er zu steigen. Mittlerweile liegt er dank Industrialisierung und Überbevölkerung bei 385 ppm und steigt jährlich um weitere 2 ppm.
Wer hier mitmachen möchte oder Details erfahren will, geht bitte auf den greenbusinessblog hier <<<
Bleiben Sie wertschätzend: Herzlichst Det Mueller
Lohas Beitrag Bizzlounge #037/2009 © muellerkonzept
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Donnerstag, 16. April 2009

Im kleinen Kreis erscheint Lohas und der einhergehende Gedanke der lebendigen, gelebten Nachhaltigkeit häufig immer noch als Sozialutopie. Auch ich werde öfter, sogar im Bekanntenkreis, belächelt für mein Engagement in diese Richtung. Auch, weil viele immer noch zweifeln, an der Ernsthaftigkeit des Anliegens.
Dann frage ich mich immer, worauf solche Zweifler eigentlich noch warten. Die Umweltkatastrophen-Berichte im Fernsehen nehmen monatlich zu. Verschärfungen der Auseinandersetzungen um den Rohstoff Wasser gehen jetzt schon, von uns weitestgehend verdrängt, in eine Richtung, die Kriege um Wasser zukünftig nicht mehr ausschließen. Verbrecherische Unternehmen, wie etwa der Chemieriese Monsanto, versuchen seit Jahrzehnten mit der Macht zweifelhafter, amerikanischer Banken im Rücken, “die Welt in den Griff” zu bekommen, auch mit unglaublich feinsinnigem, fast unauffälligem Instrumentarium, wie etwa der Beteiligung an der Weltsamenbank in Spitzbergen. Heute ist es dann meist so, dass eher ich derjenige bin, der lächelt, weil mir diese Zweifler auch irgendwie leid tun. “Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun” - dieses Jesuswort fällt mir spontan dazu ein.
Aber gegen das Nichtwissen gibt es Informationen und darin sehe ich immer wieder meine Aufgabe. Gegen das Nichtwissenwollen, ist allerdings kein Kraut gewachsen. Ich habe hier nachfolgend mal wahllos einige Firmen und Institutionen aufgelistet, die sich mit Umwelt, Nachhaltigkeit oder Lohas ernsthaft und quasi “hauptberuflich” auseinandersetzen. Entdeckt habe ich sie, auf der schönen Homepage von “Haus der Zukunft“, eine excellente Initiative, angeregt durch Dr. Georg Winter, den Pionier umweltorientierter Unternehmensführung. Auch dieser Mann wurde vor 30 Jahren von der Wirtschaft nur ausgelacht - erst als er beeindruckend nachwies, dass umweltorientiertes Management Geld sparen kann, wurden die Lacher kleiner.
Vertiefen Sie also Ihr nachhaltiges und wertschätzendes Wissen und seien Sie versichert: Sie sind auf dem richtigen Weg! Egal, wieviel Menschen heute noch darüber lachen. Wie Sie jetzt hier sehen können, beschäftigen sich viele, ernsthafte Unternehmungen mit diesem Thema. Und schön ist, dass auch ein Bizzlounge Partner, nämlich Fritz Lietsch mit seinem Altop Verlag gleich zweimal in der Liste vertreten ist. Auch er kämpft seit 20 Jahren gegen das Nichtwissen! Aber sehen Sie selbst:
Bleiben Sie wertschätzend: Herzlichst Det Mueller
Lohas Beitrag Bizzlounge #033/2009 © muellerkonzept
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Freitag, 10. April 2009

Wir leben offenbar in einer Zeit, in der man vielen Menschen das Einfachste neu erklären muß. Ich habe gestern in einer TV Umfrage verfolgen können, dass von 20 spontan Befragten nur 2 Menschen (!) die tatsächliche Bedeutung von Ostern nennen konnten.
Deshalb gern noch mal zur Sicherheit: Heute am Karfreitag ist Jesus gestorben. An Ostersonntag ist er auferstanden. Der Osterhase und seine bunten Eier haben eigentlich damit überhaupt gar nichts zu tun!
Laut Wikipedia feierten Neuheiden Ostern als Ostara-Fest nach der altgermanischen Göttin Ostara, als deren Symbole sie Osterei und Osterhase angaben. Diese Fruchtbarkeitssymbole sind als Osterbräuche im deutschen Sprachraum jedoch erst seit dem 17. Jahrhundert belegt. Ein Hase als Ostersymbol ist in christlichen Quellen aus Südosteuropa seit der Spätantike belegt; seine Herkunft aus einem germanischen Frühlingskult ist unbelegt.
Egal ob Sie an Gott glauben oder nicht - dieser Tag ist jedenfalls ein guter Tag zum Nachdenken.
Abb.: Mathis Gothart Grünewald | Der Isenheimer Altar
Bleiben Sie wertschätzend: Herzlichst Det Mueller
Lohas Beitrag Bizzlounge #031/2009 © muellerkonzept
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Mittwoch, 25. März 2009

“Es ist doch manchmal wirklich pervers: Das Benzin kann gar nicht so teuer sein, das der Großteil der Menschen darauf verzichten würde, zu fahren. Aber Lebensmittel dürfen nicht viel kosten - ob der Bauer vernünftig entlohnt wird, oder Tiere anständig behandelt werden - das interessiert die meisten nicht. An der Wand muss ein riesiger Flachbildschirm hängen, aber das Pfund Kaffee darf nicht 50 Cent teurer sein, selbst wenn damit die Ausbeutung in der dritten Welt unterbunden werden könnte. Drei Handys liegen in der Wohnung rum, aber jeden Tag muss billiges Fleisch auf den Tisch…”
Soweit die engagierte Meinung von Patrick Bolk (Text) und Sandra König (Grafik), zwei hungrige Jung-Berliner Autoren, die jetzt das brandneue Buch „Berlin isst Bio – Ein Reiseführer durch die Berliner Gastronomieszene“ ablieferten, mit über 100 Tipps für den bewussten kulinarischen Genuss. Die Auswahl ist so vielfältig, dass von der Currywurst-Bude über Bio-Buffet und Bio-Eisdiele bis hin zum gehobenen Restaurant garantiert für jeden Geschmack etwas dabei ist. Nach Stadtbezirken geordnet bietet das Büchlein jeweils einen Kartenteil, verrät im Top-Tipp die Lieblingsplätze der Autoren und gibt konkrete Empfehlungen für Gaumen und Geldbeutel.
Dazu gibts eine geschmackvolle Homepage (hier) und natürlich einen passenden Blog (hier) mit vielen anregenden Tipps und Fotos. Das Buch ist überall im Handel und kostet schlappe 8,90 Euro.
Bleiben Sie wertschätzend, auch zu sich selbst: Herzlichst Det Mueller
Lohas Beitrag Bizzlounge #025/2009 © muellerkonzept
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Donnerstag, 19. März 2009
Actimel, das vermeintliche Wundermittel gegen Erkältungen, beschert seinem Hersteller Danone Millionenumsätze. Dafür ist dem Joghurt-Fabrikanten so ziemlich jedes Mittel recht: Actimel-Gutscheine liegen in Arztpraxen aus, Kinder werden in Werbespots “actimelisiert”, und um die wundersame Gesundheitswirkung des Drinks zu “belegen”, bezahlt der Konzern Dutzende von Studien.
Wissenschaft und Werbung gehen bei Danone offenbar Hand in Hand. foodwatch hat die Erfolgsgeschichte von Actimel längst als Marketing-Schwindel entlarvt, denn tatsächlich ist der Drink kaum besser als jeder gewöhnliche Naturjoghurt, dafür aber vier Mal so teuer und doppelt so süß. Ein großes probiotisches Märchen also - daher auch die Nominierung für die Wahl des “Goldenen Windbeutels 2009″, der dreistesten Werbelüge.
Nun jedoch hat die Zeitschrift Öko-Test Actimel getestet und für “gut” befunden. Danone wäre nicht Danone, wenn der Konzern das nicht lautstark per Werbespot in die Wohnzimmer der Republik posaunen würde. Gibt es also doch den unabhängigen Beleg für die Wirksamkeit von Actimel? Bietet das zuckrige Getränk tatsächlich Schutz vor Erkältungen? Keineswegs - und sogar ganz im Gegenteil. “Vorsicht Zuckerbomben!” warnt Öko-Test selbst im Text zum Test - und wird noch deutlicher: “Es gibt keinen Grund probiotische Produkte essen zu müssen.”
Wie es dennoch zu der Note “gut” kam, ist schnell erklärt: Das zentrale Werbeversprechen von Actimel - dass der Joghurtdrink die Abwehrkräfte stärke und vor Erkältungen schütze - hat Öko-Test überhaupt nicht untersucht. Getestet wurde vor allem, ob Schadstoffe aus der Verpackung ins Produkt gelangen und wie der Geschmack ausfällt (”süß, mild, säuerlich”). Tendenziell “säuerlich” müssten nun die Verbraucher reagieren. Denn ihnen werden in der Danone-Werbung zwei Botschaften überbracht: Das Testergebnis “gut” und das Gesundheitsversprechen von Danone. So entsteht der falsche Eindruck, als sei von unabhängiger Seite bewiesen, dass der Zuckerjoghurt tatsächlich wirksam Erkältungen vorbeuge. Dass das eine mit dem anderen so viel zu tun hat wie ein Storch mit dem Kinderkriegen - sei’s drum.
Das foodwatch-Testergebnis ist klar: Hier wird das Öko-Test-Siegel irreführend verwendet. Und zwar auf Kosten der Konsumenten. Actimel bleibt daher trotz Note “gut” ein besonders dreister Fall von legaler Verbrauchertäuschung - und ein würdiger Kandidat für den “Goldenen Windbeutel”. Wählen Sie noch bis zum 19. März (heute!) unter insgesamt fünf Kandidaten ihren Favoriten, die dreisteste Werbelüge des Jahres.
Weitere Infos und bis 19. März noch abstimmen, wer der dreisteste Werbelügner ist hier <<<
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Lohas Beitrag Bizzlounge #023/2009 © muellerkonzept
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